Schule des Rades

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Schule des Rades

Arnold Keyserling

Verlag der Palme · 1985

Wilhelmine Keyserling

Verlag der Palme · 1988

Arnold und Wilhelmine Keyserling

Ars Magna

Kriterien der Offenbarung

Die äußere Motivation dieser Arbeit war die Klärung der Weltphilosophie zur Entdeckung der gemeinsamen Nenner des Sinnes. Doch die persönliche Motivation ist eine andere: aufgewachsen im deutschen Nazismus mit seiner Ideologie, als Kind unter dauerndem Druck der Anpassung ging es mir darum, das Wissbare als Grundstruktur im Rad zu erkennen, um jegliche Abhängigkeit von Menschen zu überwinden und in die echte Geborgenheit zu kommen; zur Fähigkeit, seine eigene Offenbarung als Dichter zu finden und aus dieser heraus zu leben. Weisheit ist lehrbar.

Verlag der Palme · 1982

Arnold Keyserling

Atlas des Rades

Numerologischer Schlüssel des analogen Denkens

Das Rad ist das älteste Symbol der Menschheit; es ist der numerologische Schlüssel zur Weltweisheit. Während es unzählige Sprachen und Traditionen gibt, zeigt das Rad überall die gleiche systemische Struktur: ob es nun das buddhistische Rad der Lehre ist, das chinesische Symbol des Tai Chi, das indianische Rad des Gesetzes, der finnische Sampo, die pythagoräische Veranschaulichung der Dimensionen und Rechnungsarten, oder die zahllosen Räder der Rosenkreuzer, mit denen sie das Wissen hinter dem Wissen, die Esoterik oberhalb der Sprache beschreiben wollten.

Verlag der Palme · 1995

Arnold Keyserling

Bewußtsein im Sog der Evolution

Die letzten Jahrzehnte standen im Zeichen der Umwälzung vieler Wissenschaften: Physik, Biologie und Psychologie vollzogen eine kopernikanische Wende.
Für die Philosophie steht die gleiche Wandlung noch aus; die zeitgenössischen Bewegungen des Marxismus, Positivismus und Existentialismus haften an den Schablonen des 19. Jahrhunderts. Diese Wandlung — die Schaffung einer Kriteriologie — bildet das systematische Anliegen des Autors.
Vorliegende Schrift ist eine leichtverständliche Einführung zu der neuen Methodik: durch Überwindung der falschen Autonomievorstellung über Rückbindung des Bewußtseins an die Evolution finden wesentliche Probleme eine einleuchtende Klärung, womit die Philosophie von einer akademischen Fachwissenschaft wieder zur allgemeinen Grundlage des Wissens — eines Weges des Wissens — zurückfinden könnte.

Verlag der Palme · 1972

Arnold Keyserling

Das Erdheiligtum

Die Ur-Riten von Raum und Zeit

Seit der neolithischen Revolution mit der Zweiteilung von Instinkt und soziokultureller Tradition ist der Zugang zur persönlichen Intuition schwächer geworden, vielen Menschen sogar verschlossen. Ideologien und Wissenschaften haben sich von Wegen und Strategien zur Bereicherung des Lebens in Sperren verwandelt. Um diese zu beseitigen, gilt es auf die Vorzeit zurückzugehen, in die Altsteinzeit, in der Instinktwissen und strategisches Wissen noch eine Einheit bildeten.

Verlag der Palme · 1988

Arnold Keyserling

Verlag der Palme · 1986

Arnold Keyserling

Verlag der Palme · 1993

Arnold und Wilhelmine Keyserling

Das Nichts im Etwas

Mystik der Wassermannzeit

Ich habe in meinem Leben einige Male Zustände erlebt, da ich vollständig glücklich war; in einer intensiven Freude, die ich auch anderen vermitteln konnte. Diese Zustände hatten für mich nicht den Stempel des Außergewöhnlichen, sondern der Heimkehr. Sie entstanden zu verschiedenen Anlässen, doch waren sie alle einander ähnlich. Dies Erleben hat mich staunen lassen, warum es anderen Menschen nicht so geht und warum sie diese Erfahrung als außergewöhnlichen Zustand, als charismatische Begnadung betrachten; und dies nicht nur in der bürgerlichen Mentalität, sondern auch bei den Hochreligionen.

Verlag der Palme · 1984

Arnold Keyserling

Der Uhrmacher

Von Gustav Meyrinck

Diese Novelle wurde, abgesehen von einer zufälligen Aufnahme in einer Prosa-Anthologie in den Zwanzigerjahren, nur einem kleinen Kreis von Interessierten in Prag über Herbert Fritsche nach dem Tode Meyrinks zugänglich gemacht; sie ist längst vergriffen und heute praktisch unbekannt; in keinem Verzeichnis der Schriften ist sie aufgeführt. Ich erhielt durch einen seltsamen „Zufall“ eine Abschrift des vielleicht letzten in Prag befindlichen Exemplars dieser Ausgabe.

Verlag der Palme · 1988

Arnold Keyserling

Verlag der Palme · 1994

Arnold Keyserling

Fülle der Zeit

Botschaft des Menschen im All

Am 17. Dezember 1972 sah ich an der Schwelle von Wachen und Traum in der Früh eine zarte Gestalt mit schönen Augen, eher weiblich als männlich anmutend, vorbeihuschen und hörte die Worte, es sei der Herr der Vibrationen und er antworte auf alle Fragen.
Am nächsten Tag, dem 18. Dezember, verspürte ich am Nachmittag das Verlangen zu schreiben und dann folgten zu seltsamen Zeiten fünfzehn Botschaften, die mich sehr ergriffen und mir eine Weltsicht, eine Inspiration offenbarten, von der ich nichts wußte. Ich konnte sie mir nicht in psychologischer Hinsicht zurechnen, da sie als Worte sowohl im Hören als auch im Sehen vor mir auftauchten und ich kaum mit dem Schreiben nachkam. So schrieb ich sie nieder, ohne sie weiter zu kommentieren, und auch manche Freunde fanden, sie seien eigentlich an sie gerichtet.

Verlag der Palme · 1986

Arnold Keyserling

Geschichte der Denkstile

Daß sich Wissenschaftler, insbesondere Philosophen, allgemein verständlich ausdrücken, gehört zu den ganz großen Seltenheiten. Die meisten vertreiben ihre Kenntnisse in jener Geheimsprache, die nur Gleichgebildete verstehen und die den blutigen Laien einfach ausschließt. Um so bemerkenswerter ist die Ausnahme dieser Regel. Es handelt sich um eine Geschichte der Philosophie, die allerdings in nichts den bisher üblichen chronologischen Systemen gleicht, sondern die das Denken als solches von den ersten Anfängen der Menschheitsgeschichte bis zur neuen Denkform, dem Strukturalismus, nach seinen Inhalten unter die Lupe nimmt.
Das „kosmische Denken“, das bis zur ägyptischen Hochkultur den Menschen leitete, wird vom „mythischen Denken“ abgelöst, das vor allem in China und Indien die Gedankenwelt der Menschen formte, aber auch den Götterhimmel Griechenlands bevölkerte. Bis mit dem logischen Denken die eigentliche Schulphilosophie anhebt. Mit dem „theologischen“, dem „theokratischen“ und schließlich dem „scholastischen Denken“, mit dem die philosophische Führung wieder nach Europa zurückkehrt, schließt der erste Teil, den Keyserling als „Die objektiven Denkstile“ bezeichnet. Mit dem humanistischen Denken beginnen die subjektiven Denkstile, die den Rationalismus, den Idealismus, das soziologische, das wissenschaftliche und schließlich das ganzheitliche Denken umfassen.
Was dieses Werk so faszinierend macht, ist die Tatsache, daß es nichts, was dem Menschen im Laufe seiner Geschichte als „denkwürdig“ erschien, ausklammert. Die Tierkreiszeichen sind ebenso einbezogen wie der I Ging, die Tongesetze werden ebensowenig übergangen wie etwa die Zehn Gebote; von Freud bis C.G. Jung ist die Psychoanalyse vertreten ebenso wie die indische Esoterik oder der Schöpfer des Zwölftonspiels, Josef Matthias Hauer, oder Teilhard de Chardin. Was immer menschliches Denken prägte, ist hier auf kürzesten und stets verständlichen Nenner gebracht.

Verlag der Palme · 1968

Arnold und Wilhelmine Keyserling

Gott · Zahl · Sprache · Wirklichkeit

Die kabbalistischen Grundmächte des Seins

Die alte Geschichte ist gestorben. Weder das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, noch die Glorie Englands oder Frankreichs kann mich mehr ganz bestimmen. Wir sind in der neuen Zeit des planetarischen Lebens, da die einzig wirksamen Koordinaten die Himmelsrichtungen in ihrer politischen Bedeutung sind: Ost und West, Nord und Süd. Kommunismus und Kapitalismus, Industrieländer und Entwicklungsländer sind nicht nur die Koordinaten der Erde, sondern sie bilden den Rahmen des politischen Lebens in jeder Gemeinschaft.

Verlag der Palme · 1987

Arnold Keyserling

Klaviatur des Denkens

Philosophie als Kunst — im Sinne der Ars Magna von Ramon Lull, oder der philosophischen Kombinatorik von Leibniz — verlangt den Einklang von Sprache und Wirklichkeit, sodass jedes Wort einem Element, und jeder Satz einem Naturgesetz entspricht. Für die äußere Erfahrung hat dies die Wiener Schule zum Teil geleistet; doch die innere lehnte sie negativ-dogmatisch ab.
Diese Einseitigkeit hat die Fruchtbarkeit des Ansatzes verfälscht und soll in diesem Buch berichtigt werden. Ausgehend von zum Teil unbekannten philosophischen Traditionen in Ost und West ist es dem Autor gelungen, in leichtfasslicher Sprache ein widerspruchsfreies System der Kriterien zu erstellen, welches inneres Erleben, naturwissenschaftliche Erfahrung, objektivierte Grammatik und pythagoräische Zahlenlehre in einer Figur veranschaulicht und damit eine echte Klaviatur des Denkens bietet, die von jedem gemeistert werden kann.

Verlag der Palme · 1971

Arnold Keyserling

Luzifers Erwachen

Das Denken bildet den Schwerpunkt der menschlichen Existenz. Tiere werden durch Instinkte und Triebe gesteuert, Pflanzen durch ihre Umwelt im Zusammenhang mit der arteigenen Entelechie, der Mensch schafft sich seine Welt, seine Beziehungen durch das Denken und damit über die Sprache in all ihren Ausdrücken, vom Wort über Mathematik und Wissenschaften bis zur technischen Zivilisation, die eine Anwendung der Sprache auf die anorganische, mineralische Natur mittels Werkzeugen und Maschinen bedeutet.

Verlag der Palme · 1972

Arnold und Wilhelmine Keyserling

Verlag der Palme · 1983

Wilhelmine Keyserling

Mensch zwischen Himmel und Erde

In „Mensch zwischen Himmel und Erde“ fügen sich verschiedene Schriften zu einem Ganzen. Im Herbst 1984 begann ich über die Riten der Wassermannzeit, die acht Feste im Erdheiligtum, zu schreiben. Dies wurde nun der V. und damit letzte Teil des Buches.
Im Sommer zuvor hatte mein Mann angeregt, ich solle über meine Körperarbeit berichten; was ich damit bezwecke, wie ich vorgehe, was für mich den Sinn dieser Bemühung ausmacht — und auch meine Einstellung zur Astrologie schildern, unseren Versuch, die Zeitqualitäten zu leben, zu erfahren. So entstand das 1. und 2. Kapitel: „Über den Körper in die Erfahrung der Ganzheit“ und „Der Tierkreis: Mensch im All“.

Verlag der Palme · 1985

Dago Vlasits

Sinnfeld Rad

Vom einenden Sinn in der Vielfalt

Der Neue Realismus der unendlich vielen Sinnfelder, wie er von Markus Gabriel konzipiert wurde, wendet sich gegen den Hegemonialanspruch der Naturwissenschaften, als auch gegen die Beliebigkeit des heute allgegenwärtigen Konstruktivismus. Doch obwohl im Unterschied zum Konstruktivismus einen Wahrheitsbegriff vertretend, steht der neue Realismus dem Konstruktivismus an Beliebigkeit in nichts nach. Denn da laut Sinnfeldontologie die Welt als Ganzes nicht gedacht werden kann, kann es nur die vielen Wahrheiten über die vielen Sinnfelder geben, niemals eine Wahrheit über das Ganze. Es stellt sich aber die Frage, ob auf Grund logischer Überlegungen (der neuen realistischen Art) die Ganzheit tatsächlich in dieser Radikalität verneint werden muss. Liegen wir vielleicht doch nicht so ganz falsch, wenn wir an die Ganzheit glauben?
Dass sie in einer exklusiven Weise glauben, die „eine“ Wahrheit über das Eine, das Ganze zu haben, kreidet Gabriel zu Recht den religiösen Fetischisten als auch den Naturwissenschaftlern an. Ist aber die Intuition derer, die vom all-einenden Sinn, vom Sein Gottes überzeugt sind, und die Intuition derer, die mit allen Sinnen die Materie erforschen und in der Natur die eine Wahrheit erkennen wollen, grundsätzlich ein Irrtum? Ein Ansatz, der beiden Intuitionen Rechnung trägt, und die „Ganzheit“ auch in einer philosophisch befriedigenden Weise für denkbar und als Teilhabe für erlebbar hält, ist der von dem Religionsphilosophen Arnold Keyserling, seine Philosophie des Rades. Dieses ganzheitliche Denken wird hier erörtert und den ganzheitsverneinenden Positionen der Sinnfeldontologie gegenübergestellt.

Verlag der Palme · 2015

Arnold und Wilhelmine Keyserling

Verlag der Palme · 1995

Arnold und Wilhelmine Keyserling

Strahlen der Wahrheit

Von der globalen Zivilisation zur transzendentalen Weltkultur

Die politische Geschichte steht an einem Wendepunkt. Die letzten zweitausend Jahre waren unter dem Zeichen von Glaube, Hierarchie, Bekenntnis und Nachfolge. Sie beschränken sich nur auf den Menschen und ließen das ganze All, von den Sternen bis zu den Toten, Ahnen und Geistern außer acht. Machtstrukturen waren geheiligt, Führerpersönlichkeiten verehrt. Heute gesteht sich jeder das Recht zu, im Paradigma der Menschenrechte und Selbstbestimmung seinen eigenen Weg zu schaffen, seine persönliche Vision zu verwirklichen.

Verlag der Palme · 1996

Arnold Keyserling

Verlag der Palme · 1996

Arnold Keyserling

Vom Eigensinn zum Lebenssinn

Neue Wege der ganzheitlichen Pädagogik

Im Jahre 1946, nach dem Tode meines Vaters, da ich die Schule der Weisheit übernehmen mußte, begann ich mich systematisch mit der Frage nach dem Sinn zu beschäftigen und versuchte, eine Grundlage persönlicher Lebensdichtung, eine Weltgrammatik zu ermitteln.
Diese Arbeit, die mehr einem geduldigen Puzzlespiel als einer Forschung glich, kam 1982 zuende. Aber etwas Wesentliches fehlte mir dabei: Warum habe ich das alles getan? So bedeutsam die Klärung der Begriffe vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkt zum Verstehen der verschiedenen Kulturen auch sein mag, war es mir nicht um eine Bereicherung der Wissenschaft zu tun. Ich wollte eine Methode finden, um das Wissen zu überwinden und zur Spontaneität zu gelangen, also Philosophie im Sinne des Sokrates zu betreiben.

Verlag im Waldgut · 1982

Arnold und Wilhelmine Keyserling

Wassermannzeit

Visionen der Hoffnung

Wir leben seit über zwanzig Jahren in einer neuen Zeit, die sich von der vergangenen Epoche nicht nur graduell, sondern grundsätzlich unterscheidet. Das New Age, das planetarische Bewußtsein, das globale Dorf, das Human Potential Movement, Perestroika, die klassenlose Gesellschaft, das Ende der Geschichte, die Postmoderne, die Rückkehr zum ganzheitlichen Denken: sie alle ergreifen Aspekte des neuen Weltbildes, die aber nicht zur Grundlage des Daseins werden können, weil sie sich alternativ oder im Gegensatz zum Bestehenden begreifen.

Verlag der Palme · 1988

Arnold Keyserling

Weisheit des Rades

Orphische Gnosis

Die orphische Religion unterscheidet sich von anderen Offenbarungen durch die Sonderstellung des Menschen: nämlich daß dieser allein durch seine persönliche Anstrengung das Leben als Aufstieg zu einer höheren Seins- und Bewußtseinsstufe verstehen und verwirklichen kann. Sie ist sowohl Erinnerung an Schamanismus und Animismus, die Religion der Altsteinzeit auf der ganzen Erde, die erst heute wieder begreiflich wird, als auch Ursprung der europäischen Geistigkeit mit dem Beginn der ionischen Philosophie bei Thales, Anaximandros, Anaximenes und Pythagoras.

Verlag der Palme · 1985
Digitale Bibliothek
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