Schule des Rades

Arnold Keyserling

Atlas des Rades

V. Geosophie

1. Hemisphären

Die Erde spiegelt die Struktur des Bewußtseins. Die Breitengrade sind auf den Polarstern und den Südpol ausgerichtet, die Längengrade auf die Ekliptik, jedoch als Meridiane auf den Äquator, im Horoskop auf den Häuserkreis projiziert.

G e o l o g i s c h e - H e m i s p h ä r e n

Wie beim Dimensionskreis sind es acht und fünf Abschnitte, die durch die Sonnenbewegung zwischen Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen erzeugt werden. Das Land vom nördlichen Polarkreis bis zum Pol ist die hyperboräische Welt, wo wie auf den höchsten Bergen, Menschen unmittelbar mit dem Göttlichen in Beziehung treten, germanisch Thule, indisch Shambala. Die nördliche gemäßigte Zone ist das Wachen, in der westlichen amerikanischen Hemisphäre getragen aus dem Empfinden, in der östlichen mit Europa und Asien aus dem Geist. Die Tropen sind das Gebiet der Reflexion, der Gesetzlichkeit wie im Islam. In der westlichen Hemisphäre herrscht das Denken wie bei der genauen Durchorganisation des Inkastaates, in der östlichen die seelische Einordnung wie in der Sharia des Propheten Mohammed, zwischen dem Wendekreis des Krebses und des Steinbocks. In der südlichen gemäßigten Zone bestimmt in der westlichen Hemisphäre in Südamerika das Fühlen, und in der östlichen in Afrika der Körper mit der Natur bis nach Australien und den pazifischen Inseln. Das Gebiet jenseits des südlichen Polarkreises, die Antarktis, ist der Ort des Wollens. Der südliche Magnetpol ist wie der Ekliptikpol auf dem Polarkreis.

Arnold Keyserling
Atlas des Rades · 1995
Numerologischer Schlüssel des analogen Denkens
© 1998- Schule des Rades
HOMEDas RAD