Schule des Rades

Arnold Keyserling

Atlas des Rades

II. Arithmosophie

3. Rechnungsarten

Die nullte Dimension des Zeitpunktes hat als Rechnungsart das Wählen und Zählen der Ziffern, die natürlichen Zahlen als Qualitäten des Gewahrseins.

Die Gerade der ersten Dimension entsteht durch Addition, die Kurve durch Subtraktion im positiven und negativen Bereich des Zahlenkreuzes.

Subtraktion
Geist
10 · 9 · 8 · 7 · 6 · 5 · 4 · 3 · 2 · 1 
minus


· 0 ·
 
Addition
empfinden
 1 · 2 · 3 · 4 · 5 · 6 · 7 · 8 · 9 · 10
plus

Bei den ganzen Zahlen ist die Null die Mitte zwischen positiv und negativ. Die positive Richtung weist nach rechts, die negative nach links. Die Addition ist die mathematische Grundlage des Empfindens, die Subtraktion als Schritt in eine unbekannte Zukunft ist die Basis des Geistes. Wer sich nicht leer machen kann, dem bleibt der Geist verschlossen. Beide Dimensionen zusammen schaffen das Bewußtsein des Wachens.

Die Fläche mit ihren drei Punkten sowie der Umlauf der Gegenwart erzeugen über Division und Multiplikation die rationalen Zahlen. Das obere Feld der Multiplikation bestimmt die Produkte und ist die Welt der Seele. Treffen im Minusbereich zwei Seelen zusammen, dann ist ihre Interaktion nicht additiv, sondern multiplikativ; minus mal minus ist plus.

L a m b d o m a

Das Feld innerhalb des Rades, das Lambdoma, zeigt die Brüche. Die mittlere Diagonale hat den Wert eins, links davon sind die Brüche kleiner als eins, rechts davon größer. Die Länge der Diagonale zu den Achsen der Zahlen, die dividiert werden, beträgt W u r z e l - 2:1.
Division, Erkenntnis der Elemente, ist die Welt des Denkens. Das Ergebnis einer Gleichung, eines Urteils, ist eine Erkenntnis, die zum Gedächtnis wird und somit dem Wollen aus dem Unterbewußten verfügbar bleibt.

So kommt das Denken immer zum Stillstand. Der ganze Denkvorgang gleicht, wenn er verstanden ist, einem Reflexbogen. Sein Inhalt ist das Wissen, das aus Worten und Zahlen besteht.

Arnold Keyserling
Atlas des Rades · 1995
Numerologischer Schlüssel des analogen Denkens
© 1998- Schule des Rades
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