Schule des Rades

Wilhelmine Keyserling

Gott · Zahl · Sprache · Wirklichkeit

5 - Mitte

Im Osten · 1 · wende ich mich an die göttliche Kraft als das Zukommende; ich bitte um das Licht des Bewußtseins.

Im Westen · 2 · eine ich mich der Erde als Empfangende um zu gebären, an der Einung von Licht und Materie teilzuhaben.

Im Süden · 3 · wende ich mich an die Macht des Vertrauens und der Unschuld; werdet wie die Kinder. Die Seele akzeptiert ihre Anlage, ihren derzeitigen Stand im Vertrauen auf das Wachstum, in ihrer persönlichen Beziehung zum Du des anderen — in Hinblick auf die Menschwerdung. Sie kennt noch kein Vergehen.

Im Norden, mit der 4. Kraft, des Denkens, in der freien Bewegung, bezieht sie ihre Tierhaftigkeit ein, nimmt Teil am Spiel und der Gefahr, erkennt den Irrweg, Ausweg, findet ihre Strategie.

Inmitten dieser Vier — im Kreuz — erwächst der Mensch der Mitte, 5. Er ist niemals identisch mit der Mitte; er peilt sie an aus nächster Nähe, denn dort nur ist sein Bewußtsein in der Achse Erde-Himmel. Im Geiste zielt er in die Mitte, wird Mitmensch · 5 · im Kreise aller Menschen dieses Strebens · 10 · und ruft sie in den Kreis des Menschseins woimmer sie auch weilen mögen.

D e r · h e i l i g e · R a u m

In der Mitte können wir Menschen einander begegnen. Um aber in Gemeinsamkeit zu wirken, werden wir dann mit den Ahnen · 6 · in Beziehung treten, uns von den Lebenskräften · 7 · tragen lassen, die Engel · 8 · die Walter des Einklangs fragen, die Mächte der Verwirklichung · 9 · rufen.

Wilhelmine Keyserling
Gott · Zahl · Sprache · Wirklichkeit · 1987
Die kabbalistischen Grundmächte des Seins
© 1998- Schule des Rades
HOMEDas RAD