Digitale Bibliothek
Studienkreis KRITERION
Árpád Romándy
Die Beziehung zum Ganzen im chinesischen Denken
Heute wird viel von der zunehmenden Vernetzung der Welt und von der multikulturellen technologischen Zivilisation gesprochen. Meist wird dabei aber stillschweigend von der überlegenheit der abendländischen Denkweise ausgegangen, indem unter globaler Einheit die Umformung der verschiedenen Kulturen durch die westliche Zivilisation verstanden wird.
Die goldene Blüte in der Wassermannzeit
Das Entstehen und Vergehen der Dinge und Wesen wird im Buch der Wandlungen durch eine Folge von 12 Hexagrammen ausgedrückt, die in engster Beziehung zu Musik und Astrologie steht.
Hsing und Ming
Wesen und Auftrag des Menschen
Die traditionelle Bezeichnung für die Techniken, die in den letzten 30 Jahren unter dem Namen Ch’i-kung bekannt wurden, lautet «das gleichzeitige Kultivieren von Hsing und Ming». Dieser Ausdruck steht historisch mit zwei taoistischen Schulen aus der Zeit der Sung-Dynastie in Beziehung, die Begriffe Hsing und Ming können aber viel weiter zurückverfolgt werden.
Riten des Gewahrseins
Qigong, Taiji und die Medizin der Chinesen
In den letzten Jahren ist viel chinesisches Wissen in den Westen gelangt und auf großes Interesse gestoßen. Dies gilt vor allem für die chinesische Medizin und für Körpertechniken wie Qigong und Taiji, wie man an der Zahl der Bücher ablesen kann, die zu diesem Thema erschienen sind.
Transparenz im Alltag
Im philosophischen Denken Chinas wurde zu allen Zeiten immer wieder ein Bereich zu erkennen und erfahren gesucht, der als Ursprung und Ziel gleichzeitig galt. Die Daoisten bezeichnen ihn als Dao, auch als Nichts, als Urchaos, und die Spannung zwischen Nichts und Etwas liegt der Philosophie des Daoismus zugrunde.
Ursprung und Sinn des Qigong
Obwohl die Tradition des Qigong in den letzten Jahren innerhalb und außerhalb Chinas immer mehr Verbreitung findet, wird jedoch kaum ernsthaft nach Herkunft und Sinn dieser alten Techniken gefragt.