Schule des Rades

Feste im Jahreskreis

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit

West Fest 2003 · Jupiterjahr · Monddezennium

Dienstag, 23. September 2003 · 12:46 MEZ/S

Mensch im All! Wir bitten Dich um Weisung: Wie können wir uns auf das Westfest im Jupiterjahr 2003 vorbereiten, und es mit unseren Freunden feiern?

Im Jupiterjahr muss jeder von seiner Person zu seinem Inbild durchstoßen. Was ist meine höchste Möglichkeit? Wie kann ich sie für meine Mitmenschen nützlich und hilfreich machen?

Als erstes besinnen wir uns auf den Augenblick in unserer Kindheit, da uns klar wurde, dass wir etwas Besonderes verwirklichen können und sollen; dass wir mit einer Aufgabe und Berufung geboren sind. Jetzt wollen wir versuchen zu formulieren, was diese Aufgabe sein kann.

Der Wust des Alltags lässt die Aufgabe undeutlich werden. Ich muss den Nebel in einen Sonnenweg verwandeln. Es scheint alles klar, aber ich erhasche nur blitzhafte Eingebungen.

Die Zeit ist reif, dass ich mit meiner Möglichkeit in die Gemeinsamkeit eintrete. Meine Geschichte, sowohl als Erbe als auch als Erleben, von der Vergangenheit und ihren Schwierigkeiten bis zu dem Lichtbild, in dem mir das Künftige einleuchtet.

Ich fühle mich dazu berufen, die Individuation gemeinschaftsfähig zu machen. Wie kann ich anderen nützlich werden? Worin liegt meine Sonderheit?

Ich weiß die Geschichte in großem Zusammenhang, sowohl persönlich als auch kollektiv. Was ist für mich und das gemeinsame Wollen der nächste Schritt?

Das gemeinsame Wollen zielt auf eine globale Kultur, die alle Monaden einschließt. Der Reichtum der Welt wird nun allen zugänglich.

Mein Kopf versinnbildlicht die Erde, ich habe an all ihrem Reichtum teil. So dunkel auch die Lage aussieht, es ist der Abend vor dem großen Aufbruch. Diesen Aufbruch muss ich erwarten, er kommt mir zu. Er ist nicht zu erzwingen, er ist nur zu erlaufen.

Jeder ist fortan berufen, seine eigene Bestimmung als Teil der großen Gemeinsamkeit zu verstehen. Im Werden kommt es uns zu, wie die Kirchenglocken, die uns aufmerksam machen, dass der Augenblick des Erwachens da ist.

Wer bin ich, was bin ich?

Ich bin jener, der die Geschichte mit der Zukunft vereint. Ein Weg hierzu ist die Sprache, das Klären der Vergangenheit mündet in die Begegnung mit dem zu Schaffenden.

Die Arbeit ist gemeinsam; zwar scheint der künftige Weg noch vom Nebel verhangen, aber gerade jetzt im Augenblick wird die Konzentration auf das Kommende möglich.

Ich muss das Kommende erwarten, kann es nicht erfinden. Die Freunde kommen, und jeder erwischt einen anderen Zipfel des Tuches, das die Freude noch verdeckt.

Ich muss für den Augenblick sehen, dass die banale Zeit in die trächtige einmündet. Es gilt alle Sorgen fahren zu lassen; von Augenblick zu Augenblick wird die Zukunft der Menschlichkeit klarer.

Jeder muss zu seinem Selbst durchstoßen und versuchen von diesem aus seine Rolle im großen Welttheater zu verstehen und zu spielen, und andere Menschen als künftige Spielgefährten anzusprechen und zu ermuntern. Keine Grenze darf den Weg mehr verstellen; das Karma der Vergangenheit ist aufgelöst. Wir sind am Abend anstelle eines Augenblicks der Ruhe in Vorbereitung auf die Aufgabe, die sich für jeden von uns in seinem Rahmen stellen wir.

Lasset das Planen und Vorausdenken, die Welt verwirklicht sich ohne Not. Deine eigene innere Stimme lässt die Not wenden, auch wenn immer wieder die Kleinmut gleich einem Gewitter den Anblick des Kommenden zu verbergen scheint.

Sobald man spürt, dass die Vergangenheit nicht mehr wirkt, dann kommt der Sog der wahren Zukunft zum Tragen, die von jeder einzelnen Bestimmung erfüllt wird.

Es gibt kein durchschnittliches Leben mehr, sondern jeder ist besonders, speziell, also Glied der Gattung. Aber das zu verwirklichen verlangt Mut und Glaube; Mut im Nebel die Konturen des Kommenden zu sehen, und Glauben, dass es gut wird, sobald sich alle als Mitarbeiter der Erde bekennen und das tun, was sie die Eingebung von Augenblick zu Augenblick als nächsten Schritt verstehen lässt.

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