Schule des Rades

Feste im Jahreskreis

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit

Süd-West Fest 2006 · Mondjahr · Monddezennium

Dienstag, 7. November 2006 · 14:34 MEZ

Das Fest des Südwestens im Jahr des Mondes verlangt von uns, aus unseren Motiven zu leben und zu handeln und alle Angst zu lassen, die uns daran hindert. Oft verengt der Alltag unsere Welt und dann nähren wir die Illusion, alles aus eigenen Kräften machen zu müssen. Doch unser Tun ist kein Werk des Wachens allein. Um ganz zu sein und im Ganzen zu wirken, müssen wir uns dem Traum und dessen Motiven öffnen.

Jeder der vier Funktionen des Empfindens, des Fühlens, des Denkens und des Wollens entspricht eine Wesenheit des Traums und diese – Troll, Zwerg, Elfe oder Fee – zu uns sprechen zu lassen, diese uns in unserem Wirken beflügeln zu lassen, ist der Schritt, der immer wieder nottut, wenn der Alltag sich auf die praktische Überlebenswirklichkeit verkleinert.

Die Trolle stehen uns bei im praktischen Tun. Die Zwerge zeigen den nächsten Schritt im Denken und helfen zu unerwarteten Lösungen, die Feen sprengen das Ichbild und lassen uns den Zugang zur Energie unserer Wünsche gewinnen, und die Elfen bringen Freude, wann immer wir sie einladen.

Angst darf nicht hindern: es verlangt Mut, zu sich zu stehen, es verlangt Mut, den Traum und seine Wesen anzuerkennen und aus den Motiven heraus zu leben. Hinter den Motiven steht die Erde als Wesen, darum ist jedes Handeln aus echten Motiven heraus ein Beitrag zu ihrem Werk, ein Arbeiten für die Erde.

Nichts ist so fest, wie es scheint. Wenn wir wie gespiegelt leben in unseren Gedanken und Gefühlen, in Stimmungen wie Angst, Verzweiflung, Unsicherheit oder Ärger verfallen und Weite, Schönheit und Zauber der Welt vergessen, dann müssen wir uns wieder auf den Traum besinnen, der unser Wachen ergänzt. Aus ihm stammt die Energie, die Wirklichkeit zu wandeln und leicht zu sein. Sind unsere Schritte leicht, dann können wir tun. Die Geister sind immer da. Sie geben uns Kraft, sie senden uns Impulse und Ideen und helfen uns, im Ganzen für die Erde und die Natur zu wirken. Aber wir müssen sie achten, an sie denken und sie rufen.

Einer der vier – Troll, Zwerg, Elfe oder Fee – ist unser besonderer Freund. Wir erinnern uns an seinen Namen oder lassen einen auftauchen, wenn wir noch keinen haben, und wir rufen ihn dann, mit diesem Namen, im siebten Schritt der Anrufung.

Das Wirken der Naturwesen zeigt sich im Glück, das ich habe, in den Gelegenheiten, die sich mir bieten, in den Momenten, in denen alles läuft und sich fügt. Wann immer mir etwas leicht fällt, ohne Bemühung und Übung, dann sind sie bei mir. Zum Mut gehört auch Anerkennung des Glücks, deshalb versuche ich mich bewusst an solche Augenblicke der glücklichen Fügung zu erinnern.

Ich schließe die Augen und sehe mich vor der Oberfläche eines Sees. Ich berühre ihn mit einem Finger, worauf sich seine Oberfläche teilt und ich mich plötzlich in ihm finde, unter Wasser, und auf eine unendlich weite Landschaft schaue. Was löst ihr Anblick in mir aus? Diese Landschaft ist Ort meiner Begegnung mit den jenseitigen Wesen. Sehe ich etwas, das mir Bild ist und Hilfe für die Schritte, die ich in den nächsten Wochen machen werde? Aber Vorsicht: Die Hilfe der Geister darf ich nicht mir zusprechen, auch die auftauchenden Motive nicht, sondern ich muss sie im Rahmen des Werks, also meiner Arbeit für das Ganze, verstehen. Sonst gehe ich irre und wirke zerstörerisch für den Zusammenhang.

Nur der Traum macht uns wach. Nur das Einbeziehen der Geister lässt unser Handeln Wirklichkeit schaffen. Energie, Mut und Enthusiasmus kommen dem zu, der auf sie vertraut.

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