Schule des Rades

Feste im Jahreskreis

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit

Ost Fest 2012 · Sonnenjahr · Merkurdezennium

Dienstag, 20. März 2012 · 06:13 MEZ

Das Fest des Ostens im Jahr der Sonne ruft dich auf, die Stimme der Erneuerung zu vernehmen, die in allen Momenten zu dir spricht und dein werdendes Wesen inspiriert. Der Osten bedeutet Erneuerung, fortwährende Möglichkeit der Erneuerung deines Weges und deiner Aufgabe, sowie Überwindung der Gefahren von Langeweile, Beschränktheit und ewiger Wiederholung, die dich im Alltag so oft die Hoffnung verlieren und deinen Geist schal, eng und kraftlos werden lassen.

Der Osten verlangt von dir, allem Gewußten zu entsagen, innerlich ledig zu werden und zu verstehen, dass dein Leben als Aufgabe und Werk nicht aus der Vergangenheit geplant und konstruiert werden darf. Der Geist der Wassermannzeit ist Großer Geist, er umfasst die Menschheit als Ganzes, verbindet Diesseits mit Jenseits und ist unbedingte Zukunft im andauernden Werden und Sich-Verkörpern immer neuer Inspirationen. Darauf beruhen auch dein Leben und Werk, dass du inmitten aller Bedingtheit die Freiheit findest, durch die du der Verkörperung des Geistes auf immer neue Weise Raum zu geben vermagst.

Die Sonne erhebt sich im Osten. Sie entspricht dem Werden deines Wesens. Dieses entwickelt sich im Spannungsfeld zwischen deinem Ich und deinem Selbst, zwischen den dich bewegenden Motiven und den dich aus der Zukunft rufenden Intentionen. Frage dich, welche Motive es sind, die dich bewegen. Sind es dem Dunkel und der Stille der Erde entspringende Motive, so kann dein Tun wie von selbst Teil werden des Großen Tuns und Sich-Ereignens im gemeinsamen Werk. Deine Intentionen ziehen, rufen und leiten dich, doch sei klar und unterscheide zwischen solchen, die auf oberflächlichen Phantasien beruhen und solchen, in denen der Geist der werdenden Zeit – die sich entfaltende gemeinsame Wirklichkeit des wahren Menschseins – seinen Ausdruck finden kann.

Es ist jedoch im Dazwischen, in der leeren Achse zwischen Himmel und Erde, in der dein Wesen wurzelt. Dort, zwischen Motiven und Intentionen, gilt es heute, am Fest des Ostens, den inneren Raum der Offenheit und Leere zu entdecken, in dem sich die kreative Macht des Ostens materialisieren kann. In diesem Raum vernimmst du die Stimme, die zu deinem Wesen spricht, die in dir und um dich alles, was durch sie berührt wird, zu beleben und zu verwandeln vermag.

Sieh dich am Ufer eines Flusses. Schau den Fluss entlang, zurück, in Richtung seines Ursprungs, und dann vorwärts, in die Richtung des fort- und dahinfliessenden Wassers. Lass dann deinen Blick zur Himmelsmitte steigen, und lass ihn schließlich sinken, zur Mitte der Erde. Spüre die Achse, die die Erdmitte wie ein Lichtstrahl mit der Himmelsmitte verbindet, und versuche die Worte, Laute und Bilder wahrzunehmen, die dieser Verbindung von Erde und Himmel, von Erdmitte und Neuer Erde, entspringen. Diese sind die dir fortwährend zukommenden Inspirationen des Geistes, Saatgut deines Wesens, über das du in diesem zeitlosen, offenen Raum verfügst, und das du Schritt für Schritt, ohne Rückgriff auf Gedachtes und Gewusstes, auf immer neue Weise zu Wachstum und Entfaltung bringen kannst.

Nimm diese geschauten und gehörten Inspirationen mit in die nächsten Wochen, als Erinnerung, Aufruf und Hilfe, die Offenheit und die Hoffnung nicht zu verlieren, dass der eigene Sinn im Wesen verwirklichbar ist und mit dem kollektiven Sinn der Zeit in Einklang gebracht werden kann. Viel ist noch zu tun, viele Widerstände sind noch zu überwinden. Und doch ist jetzt schon jedesmal, wenn die Lebendigkeit der Stimme und der Vision des Osten wahr- und ernstgenommen wird, die Zukunft auf der Erde, bereit, sich im Hier und Jetzt zu verkörpern. Dieses heutige Fest im Jahr der Sonne bedeutet genau dies, Erneuerung und innere Offenheit, durch die die Keime des zukünftigen Lichts zu ihrer Verwirklichung finden, in jedem Menschen, der sein Wesen zwischen Himmel und Erde entfaltet.

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