Schule des Rades

Feste im Jahreskreis

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit

Nord-Ost Fest 2012 · Sonnenjahr · Merkurdezennium

Samstag, 5. Mai 2012 · 04:18 MEZ/S

Das heutige Fest des Nord-Ostens ruft uns auf, uns aus unserer Abgeschlossenheit zu befreien und zur Spontaneität der Sonne durchzubrechen. Heute feiern wir das Fest der Schönheit, die sichtbarer Ausdruck ist von Einheit und Vielfalt gleichzeitig, Einheit in Gemeinschaft und Kommunion aller Wesen der Erde und Vielfalt in all dem, was durch sie der Welt gegeben wird.

Die Spontaneität der Sonne, die Strahlkraft des Wesens, entspringt dem Dunkel der Erdmitte, die unergründlich ist und unkennbar für die Tageshelle des Bewusstseins. Unergründlich und unkennbar, ist sie doch zugänglich, deinem Lassen, deiner Hingabe, und vor allem deinem Vertrauen, das dich Stagnation, Verzweiflung und Langeweile überwinden lässt und dir Wege eröffnet, die in die weitere Entfaltung führen. Das Vertrauen ins Dunkel verwurzelt dich dem unerschöpflichen Urgrund aller Kreativität, dem sich immer wieder eine neue Aktualisierung enthebt.

Das Dunkel ist dem Nichts entspringendes Vermögen, es ist Motiv und Antrieb deines Werks, in dem du kreativer Mitschöpfer bist und Mitgestalter der Wirklichkeit. Doch rechne Kreativität und Inspiration nicht dir selbst zu! Kreativität verlangt, dass du all die Vorstellungen, Meinungen und Identifikationen hinter dir lässt, die dich abschließen und der Kommunion mit der Welt entfremden.

Kreativität ist immer Antwort auf sich dir eröffnende Inspiration. Diese kommt dir durch die Musen, die Kräfte der Verwirklichung, zu. In der Inspiration verhelfen sie dir zu Augenblicken der trächtigen Zeit, in denen die Senkrechte des Aufstiegs mit der Waagrechten des alltäglichen Tuns zusammenfällt. Das kreative Verwirklichen von Inspirationen, in dieser anderen Zeit, im Zusammenfall der beiden Achsen, ist es dann, das Dauer und Wandel ermöglicht.

Dauer heißt Herausbildung des Wesens, des Wortleibs, der das Tor zur Neuen Erde eröffnet, die Ursprung und Heimat ist all jener, die ihr Leben als sich verwirklichenden Sinn jenseits des alltäglichen Überlebens verstehen. Wandel meint die ungreifbare Fähigkeit des Wesens, zu berühren, die alltägliche Zeit und den alltäglichen Raum für das Heilige zu öffnen, das Leben solcherart regenerierend und am großen Sinn der Zeit ausrichtend. Dies geschieht gleichsam unbemerkt, und, wie alles Wirken der Natur, mühelos und von selbst.

Heute, am Fest der Anmut und Schönheit des Wesens, gilt es, diese Mühelosigkeit des Wirkens und Wandelns zu entdecken, indem du im schlichten Zusammensein mit den anderen, die stellvertretend für alle Mitwesen der Erde stehen, ihre Anmut und Schönheit zu erkennen und anzuerkennen suchst. Dies genügt, wird damit doch das Wesen eines jeden direkt angesprochen, sodass dessen mühelos wandelnde Strahlkraft wie auch Freude, Spontaneität und Mut zum Vorschein kommen können.

Am Fest der Musen sind alle Impulse der Verwirklichung als Zahl deiner Wahl zugänglich. Wähle eine Zahl und formuliere möglichst klar, in welcher Weise sie dein Tun formt und trägt. Suche dann im Erdheiligtum einen Gegenstand, der die Zahl für dich symbolisiert und behalte ihn bis zum nächsten Fest, als Hilfe für die nächsten Schritte ins Neue und Unbekannte und als Besinnung auf all die vielfältigen Möglichkeiten der Gestaltung, die aus der Erde in die Wirklichkeit drängen und zusammen mit der Inspiration der Geister des Nord-Ostens unser aller Leben zu bereichern vermögen.

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