Schule des Rades

Feste im Jahreskreis

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit

West Fest 2013 · Jupiterjahr · Merkurdezennium

Sonntag, 22. September 2013 · 22:44 MEZ/S

Zum Fest des Westens im Jupiterjahr ist es wesentlich, dass du alles das weglässt, das dich hindert, dich als einen immerfort Werdenden zu sehen, als jemanden, der sich eröffnende Möglichkeiten als Ergebnis der Einstimmung in den Strom der Inspirationen versteht, Inspirationen, sich von Augenblick zu Augenblick manifestierend, deren Aktualisation das schöpferische Geschehen schlechthin darstellt. Die Welt ist in dauerndem Werden, unendlich viele Übergänge vom Nichts zum Etwas ereignen sich in jedem Augenblick. Zwischen diesen beiden Polen, des Nichts und des Etwas, gestaltet sich dein Wesen und findet seine Entfaltung. Aus dem Dunkel des Noch-Nicht eröffnet sich deine lichte Bahn, die in den gemeinsamen Weg aller Menschen guten Willens mündet.

Im heurigen Jahr des Jupiter klärt sich dein Inbild als Symbol und Kristallisation deiner höchsten Möglichkeiten, nach und nach findest du so die, immer wieder zu erneuernde, Richtung deines Tuns und Orientierung für dein Werk. Doch grenze dich nicht ab in dem Bild, das du erlangst, isoliere dich nicht! Dein Werk dient nicht der Selbst-Verwirklichung und Selbst-Erfüllung, es ist vielmehr Aufgabe und Auftrag, dein Beitrag zu und deine Teilhabe an der werdenden Welt.

Dein Inbild, deine Vision, dein Werk, sie gliedern dich ein in die Gemeinsamkeit derjenigen, die so wie du in ihren Träumen und Visionen die unendliche Vielfalt der Möglichkeiten als Bahn des Aufstiegs erkennen. Es ist die große Vision unserer Zeit, die damit Gestalt annimmt, eine Vision, die die gesamte Menschheit einschließt und im gemeinsamen Werk die Erde zum Himmel erhebt.

Darum kümmere dich nicht um deine Schwere. Die Dinge, die dich belasten und schwer machen, dein Leiden, deine Sorgen und deine Langeweile, sie sollen deine Vision nicht schmälern. Dein Streben reicht immer höher, immer tiefer.

Heute ist der Tag der Vision des Steins, dessen unsichtbare Kraftlinien für dein Werk stehen, so wie es allmählich Gestalt gewinnt und zu beharren beginnt. Sieh dich am Fuß eines Berges, vor einer Felswand, die sich, während du auf sie blickst und wartest, plötzlich öffnet und dir Einlass in ihr Inneres gewährt. Tritt ein: die Höhle, das Innere des Berges, ist voller Steine und Minerale. Sieh dich um, bis du unter ihnen denjenigen Stein, dasjenige Mineral erblickst, von dem du spürst und weißt, dass es zu dir gehört und dir entspricht. Nimm es in die Hand, und trete aus dem Berg, vor die Höhle. Welche Vision kommt dir nun zu, den Stein in der Hand?

Was du erblickst, sei Führung für dein Tun, Hinweis auf und Inspiration für die nächsten zu setzenden Schritte. Die Vision des Steines steht für dein Werk, sowohl für das Beständige und Dauerhafte daran wie auch für seinen verwandelnden Charakter. Der Stein schafft Wirklichkeit: was immer er berührt, wird verwandelt, wird wirklich, echt und authentisch. Es ist die transformatorische Kraft der Bilder, verkörpert im Stein, in konkreter Gestalt auf diese Erde gebracht, die den Reichtum der menschlichen Gemeinschaft vermehrt.

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