Schule des Rades

Feste im Jahreskreis

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit

Ost Fest 2015 · Uranusjahr · Merkurdezennium

Freitag, 20. März 2015 · 23:46 MEZ

Der Weg, den du seit langem schon begonnen hast zu gehen, wurde immer wieder schon vom Licht der Vision erhellt. Am heutigen Fest nun, unter dem aufsteigenden Licht des Ostens, eröffnet sich deinem inneren Blick ein neuer Abschnitt dieses Weges.

Schau genau hin! Bei Anbruch des Tages wanderst du durch eine weithin sich erstreckende hügelige Landschaft. Halte für einen Moment an, blicke dich um, und nimm die Details der Umgebung in dich auf. Sieh auch zurück, auf die Strecke, die du schon zurückgelegt hast, und dann wende dich wieder nach vorne und wandere weiter. Wenn du die Kuppe des nächsten Hügels erreichst, im Licht der aufgehenden Sonne, was erblickst du?

Dies ist deine Vision des Ostens. Verwandle diese in drei Worte, sie stehen für den schon verwirklichten Teil deines Weges, für deine gegenwärtige Lage, und für die sich dir eröffnende Zukunft. Bilde einen Satz aus den drei Worten, der dir ihre Beziehung klarmacht und dir, einem Pfeil gleich ins Unbekannte weisend, bei deinem weiteren Vorankommen hilft.

Der Weg, den du gehst, ist nur scheinbar ein äußerer Weg. Tatsächlich findet er sich in dir. Er führt von deiner inneren Mitte, dem Selbst, zu dem sich in der Welt orientierenden und agierenden Ich. Es ist durch diesen bewusst beschrittenen Weg vom Selbst zum Ich, durch den sich dein Wesen bildet, dein Wortkörper, mit dem du im Leben schon Teil der Neuen Erde wirst.

Du bist nicht hier, um dich aus dem Hier und Jetzt davonzustehlen, oder dich darin zu verlieren, sondern um das Pleroma des Geistes, die Vielfalt der geistigen Möglichkeiten, mit dem Pleroma des Wachstums der Erde zu verbinden und in dir zum Wesen zu kristallisieren, zum im Werk verkörperten, Wort gewordenen Wesen, das dich zum Mitwirkenden macht am Mysterium des gemeinsamen Aufstiegs und deine Gabe an die anderen darstellt.

Dies ist deine Verantwortung. Der Osten ist fordernd, er fordert diese deine Verantwortung, und er eröffnet dir neue Einsichten in Möglichkeiten, diese Verantwortung wahrzunehmen. Erwarte nichts Grandioses, aber nimm deine Vision ernst und achte auf die kleinen Veränderungen, auf die unscheinbaren Gedanken und Anstöße, die deine Arbeit und dein aufrichtiges Suchen in die rechte Richtung lenken werden.

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