Schule des Rades

Feste im Jahreskreis

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit

Nord Fest 2017 · Merkurjahr · Merkurdezennium

Mittwoch, 21. Juni 2017 · 06:21 MEZ/S

Das Jahr des Merkur ist ein Jahr geistiger Neugeburt, in dem du aufgerufen bist, deine Aufgabe innerhalb der Gemeinschaft zu erkennen und Wort werden zu lassen. Öffnest du dich dem Licht von oben und der Kraft von unten, und beginnst aus deren Vereinigung im Wort zu wirken, entfaltet sich dein Tun zum Werk, und du wirst zum Mitarbeiter der Erde als jemand, der seinen persönlichen Sinn in den Dienst des gemeinsamen menschlichen Aufstiegs stellt.

Weisheit und Klarheit sind Attribute des Nordens. Nicht durch Vermehrung des Wissens ergeben sie sich, erst durch die Stillung der Assoziationen und die Besinnung auf die Mitte der Erde entstehen sie. Kommen deine Gedanken in der Erdmitte, dem Urgrund der Motive, zur Ruhe, kannst du die Stimme der Erde wahrnehmen und Klarheit erlangen über die nächsten Schritte, die im Einklang mit dem Ganzen gesetzt werden können.

Innere Stille als Vorbedingung und Ausgangspunkt echter Bewegung und rechten Handelns im Einklang mit der Erde ist einer der Aspekte des Nordens. Aber auch die Tiere gehören zum Norden, sie sind die Lehrer, die dich lehren und dir helfen können, wenn du dich im Denken verirrst und nicht mehr weiter weißt. Jederzeit ist dir ihre Hilfe zugänglich, doch liegt es an dir, sie zu wollen. Darum, denke an die Tiere, heute, und auch in der nächsten Zeit, wenn du dich der heutigen Botschaft erinnerst, erneuere die Verbindung mit ihnen und bitte um ihre Hilfe und Kraft. Was sie vermögen, nämlich instinktiv ihre Rolle im Ganzen einzunehmen, ist dem Menschen sehr schwer. Darum achte sie und befrage sie immer dann, wenn dir Richtung und Kraft verlorengehen.

Wandere in deiner Vorstellung durch eine abgelegene Berglandschaft, bis du zum Eingang einer Höhle kommst. Betrete die Höhle, suche dir einen Platz tief im Inneren, lasse dich nieder und werde still. Spüre deinen Atem und nimm wahr, wie er sich allmählich dem langsamen Atem des Berges verbindet. Langsam, mit jeder Ausatmung, beginnst du zu sinken, tiefer und tiefer. Merke auf, wenn du in der Abwärtsbewegung schließlich den tiefsten Punkt erreicht hast, und blicke um dich ins Dunkel: was du nun wahrnimmst, was du siehst, hörst oder spürst, entstammt der Erde, dir deine Aufgabe zu erhellen und mögliche nächste Schritte zu zeigen. Versuche diese Botschaft der Erde in möglichst klaren Worten zu fassen, und rufe sie dir in den nächsten Wochen immer wieder in Erinnerung.

Die Erde verweist dich in ihrer Botschaft auf eine Fülle an Möglichkeiten, im Einklang mit ihr zu wirken. Die Tiere, die du rufst, lehren dich ebenfalls, den Zusammenhang mit dem Ganzen nicht zu verlieren, und können dir auch den für deinen Weg nötigen Mut verleihen. Doch der für dich entscheidende Schritt ist, immer wieder zur Klarheit des Worts zu finden. Im Wort entfaltet sich dein Wesen, es ist Brücke zu den Mitmenschen, und wenn du dich auch zu Zeiten verlierst, findest du im Wort wieder zurück zur lebendigen Verbindung von Erde, Mensch und Himmel, als Grundlage der höchsten Möglichkeit unserer Zeit: der Gemeinschaft der Menschen im Freien.

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