Schule des Rades

Feste im Jahreskreis

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit

Süd-West Fest 2017 · Merkurjahr · Merkurdezennium

Dienstag, 07. November 2017 · 06:34 MEZ

Das Fest des Süd-Westens lehrt dich, mutig zu sein, um den Aufstieg wagen und das große Gleichgewicht erlangen zu können. Am heutigen Fest trittst du hinter die Schleier, welche den Ausblick auf das Ganze verhüllen, und findest dich wie auf dem Gipfel eines Berges, von dem du in weitem Blick Freiheit, Glück und das Gefühl der Allverbundenheit erleben kannst.

Es ist die Anerkennung des Traums, die dich der Schwere enthebt, hinter die Schleier führt und deinen Blick öffnet. Weiter reichen deine Sinne, als du dir zugestehen magst. Jenseits der Wachwelt reichen sie in ferne Tiefen der Wirklichkeit, in solche, in denen sich alle Geschichten - auch deine eigene - weben.

Frage dich, was dir wesentlich ist, und wie du wesentlich wirken möchtest? Frage dich dies und suche einen Traum der letzten Zeit zu erinnern, von dem du das Gefühl hast, dass er einen Hinweis enthalten könnte. Oft sind es nicht die Umstände, die dich beschränken, sondern schlichte Nachlässigkeit, dann nämlich, wenn du vergisst, auf die inneren Bilder zu achten. Diese sind immer vorhanden, nicht nur als Vision, auch in deinen Gedanken manifestieren sie sich, deinen Gefühlen und Intuitionen. Nimmst du sie wahr, im Dämmerlicht zwischen Wachen und Traum, dann vermag dein Wirken das Wirken der Geister zu berühren und du erfährst ihre Hilfe.

Nicht nur am heutigen Fest hast du Zugang zu den Elementarwesen, den Meistern der Träume. Immerfort helfen sie dir und zeigen dir Möglichkeiten auf. Sie sind näher am Werden als du, da die fließende Welt des Traumes noch nicht zu den festen Formen der Wachwelt geronnen ist. Doch so, wie du ihrer Hilfe bedarfst, brauchen die Elementale auch dich, um zu wirken: Du bist derjenige, der die Welten verbindet und die Träume an die Oberfläche der Wirklichkeit holt. Darum, nimm die Träume ernst, bedenke sie und erkenne in ihnen diejenigen Keime des Wirkens, die Unerwartetem und Unvorhersehbarem Raum geben, die Enge des Alltags sprengen und mit einer Anmut ergänzen, welche sich dem Wachen allein nicht erschließt.

Stell dir vor, dass du nächtens durch einen Wald wanderst, bist du zu einer Lichtung gelangst. Schau nach oben und finde den Nordstern. Betrachte sein Licht, bis deine Gedanken still werden. Versenke dich dann in die Mitte der Erde und fühle ihr bergendes Dunkel. Drehe dich schließlich langsam mehrmals um deine Achse, halte inne, nimm die Atmosphäre des dunklen, schweigenden Waldes in dich auf, und bitte die Trolle der Erde, Zwerge der Luft, Feen des Wassers und Elfen des Feuers um eine Vision. Schau ins Dunkel, bis sich deinen Augen ein Bild zeigt oder eine Szene sich entfaltet.

Es ist heute nicht nötig, dir die Vision in allen Details zu merken. Stelle dich jedoch darauf ein, dass sie in der nächsten Zeit immer wieder auftauchen wird, dann, wenn es notwendig wird, als Hilfe auf deinem Weg, und auch, um dir bewusst zu machen, dass wesentliches Handeln immer den Einklang sucht mit dem großen Gleichgewicht des Ganzen.

Die Botschaft des Südwestens ist die, dass es dieses große Gleichgewicht gibt, jenseits der persönlichen Enge. Dorthin zu gelangen, braucht es das Anerkennen der Hilfe, die dir von den Traumwesen zuteil wird, es braucht das Einbeziehen dessen, was unvorhersehbar ist, der zufälligen Eingebungen und unerwarteten Fügungen, und es braucht auch die Akzeptanz aller Stimmungen - Schwermut und Leichtigkeit, Unmaß und Intensität – als Klaviatur deiner Lebendigkeit. All dies gliedert dich dem Reigen ein, den die Geister heute an ihrem Fest, und zu jeder Zeit, tanzen.

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