Schule des Rades

Feste im Jahreskreis

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit

Süd-Ost Fest 2018 · Neptunjahr · Merkurdezennium

Samstag, 3. Februar 2018 · 22:29 MEZ

Zum Fest des Süd-Ostens im Jahr des Neptun erneuert sich deine Beziehung zu All, Mitmensch und Werk. Der direkte Zugang zum Numinosen, den dieses Jahr als Möglichkeit eröffnet, wirkt diese Erneuerung, wenn er im Einsatz für die einzig zeitgemäße menschliche Gemeinschaft - die Gemeinschaft der Freunde im Werk – seinen Ausdruck findet.

Grenzenlos ist die Weite der Erde, sie trägt alle Wesen. Unerschöpflich ist der Himmel und die Tiefe der Vision. Aus beiden ergibt sich die rechte Einstellung, die Sphäre des Numinosen mit dem menschlichen Miteinander zu verbinden, nämlich niemanden auszuschließen und in wechselseitig befruchtendem Tun immer neue Wege der Verwirklichung des Sinns zu finden.

Es ist die Bereitschaft zu Freundschaft und Mitmenschlichkeit, zu Dialog und gemeinsamem Besprechen, die heuer so wesentlich wird. Ungeahnte und neue eigene Wege zum Sinn findest du nicht nur durch das Ergreifen derjenigen Impulse, die sich dir durch innere Bilder, durch Träume, Visionen und Intuitionen vorstellen, sondern auch durch das Wahrnehmen und Anerkennen der Einzigartigkeit und Besonderheit des Werks all derer, die um dich sind.

Die Geschichte des Geistes ist die Geschichte der Ahnen, derjenigen verwirklichten Menschen, die durch ihr Werk eine Brücke bilden konnten zwischen Ich und Selbst, Individuum und Gemeinschaft, Erde und Himmel. Ist deine Intention auf den Sinn gerichtet, erweitert sich der Kreis derjenigen, die um dich sind, ins Unendliche und es steht dir ein unermessliches geistiges Erbe zur Verfügung, all die vielen zu Werken gewordenen Impulse, die, schon vollendet oder auch noch unvollständig und nur angedeutet, eine Fülle von Ansätzen liefern.

Dir klarzuwerden, wer deine Ahnen sind, wer unter den geistigen Vorfahren der Menschheit dir die Fähigkeit nahebringt, die Zukunft zu ahnen und dich zum Bahnen neuer Wege aufruft, ist darum ein jährlich notwendiger Ritus, der dir hilft, dich jenseits des persönlichen und kollektiven Leidens an der positiven Menschheitsgeschichte auszurichten und dein eigenes Werk in ihrem Rahmen zu verstehen.

Im Bild des kosmischen Menschen - des Menschen im All – kommt deine Teilhabe am großen gemeinsamen Werk der Menschheit zum Ausdruck. Die Beziehung zu Himmel und Erde eröffnet sich im Augenblick der Geburt, mit deinem ersten Atemzug, in all ihren Möglichkeiten. Diese im Verlauf des Lebens verstehen und verwirklichen zu lernen, stellt die persönliche Aufgabe dar, welche in ein Werk mündet, in dem sich das Persönliche mit dem Gemeinschaftlichen, das Individuelle mit dem Allgemeinen verbindet. In deren Berührungspunkt entsteht schließlich der Wesenskristall, den die Strahlen der Neuen Erde zum Schimmern bringen.

Um die Vision des Süd-Ostens zu erlangen, schaue auf den Nachthimmel über dir. Rufe die von dir in der Vergangenheit gewählten Ahnen, und auch diejenigen unbekannten, von denen du noch gar nicht weißt, dass sie dein Tun inspirieren. Lass dann deinen Blick über den Sternenhimmel gleiten, bis er an einem Stern hängenbleibt. Halte deinen Blick geduldig auf diesen Stern gerichtet, bis im Zuge deiner konzentrierten Schau innere Bilder aufzusteigen beginnen. Die klare Vision, zu der sich die Bilder endlich fügen, fasse dann in ein Wort oder einen Satz, und stelle sie mit deinen Wünschen und Sehnsüchten für das kommende Jahr in Beziehung. Dies ist die heutige Botschaft der Ahnen, ihr bildgewordener Impuls, den in ein wesenhaftes Werk zu übersetzen deine diesjährige Aufgabe darstellt.

Teile diese deine Vision nach der Anrufung mit den Freunden. Gemeinsamkeit, Offenheit und Freude mögen den Beginn dieses neuen Jahres markieren. Mit dem Fest des Süd-Ostens haben wir einen Zeitpunkt erreicht, der uns wieder zu hoffen lehrt, auf neue Möglichkeiten des Sinns, der Gemeinschaft und der vertieften Menschlichkeit.

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit
Feste im Jahreskreis
Süd-Ost Fest 2018 · Neptunjahr · Merkurdezennium
© 1998- Schule des Rades
HOMEDas RAD