Schule des Rades

Feste im Jahreskreis

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit

Nord-Ost Fest 2018 · Neptunjahr · Merkurdezennium

Samstag, 5. Mai 2018 · 15:27 MEZ/S

Im Nord-Osten, am Fest der Musen und der Kräfte der Verwirklichung, erneuert sich deine Beziehung zur Natur. Nicht nur im Außen, zur Zeit in der prachtvollen Entfaltung der Frühlingsblüte, offenbart sich die Natur, sie äußert sich auch in deinem tiefsten Inneren als unendlich schöpferischer Lebensquell, als Urgrund und Ursprung der Fülle allen Seins. Zwischen deinem Wachen, Schauen und Aufmerken, und deiner Offenheit zu den aus dem Inneren aufsteigenden Bildern des Traums eröffnet sich der Weg der Teilhabe an Wachstum und Reichtum der Natur.

Im Bilde der Natur bist auch du aufgerufen zu wirken. Doch beschränke dein Tun nicht nur auf das, was als Vorstellung, Wunsch und Plan in deinen Gedanken auftaucht. Der Nord-Osten lehrt dich, dass der Geist unendlich weiter ist als nur der Fluss deiner Gedanken. Viel weiter ist er und umfasst Bäume und Felsen, Wolken, Bäche, Flüsse und Seen, das Summen der Insekten und den Schrei der Vögel.

Darum widme deine Aufmerksamkeit der Natur und nicht deinem inneren Gespräch! Die Welt wird dann weit, und du wirst verstehen, dass die Natur in jedem Augenblick in dir und zu dir spricht. Wahre Inspiration ist offenbar, zu jeder Zeit teilen dir die Wesen die notwendigen Lehren mit, um das, was die Erde an Möglichkeiten bereithält, auch bewirken zu können.

Sinn äußert sich in jedem blühenden Baum, jeder wandernden Wolke und jeder Brise des Windes. Denke nicht, sondern merke auf! So wie die Bäume blühen, der Regen fällt und der Wind weht, bist auch du Teil eines Feldes schöpferischer Kräfte, inmitten dessen sich dein Tun zur rechten Zeit ereignen kann.

Ziele darum mit deinem Handeln nicht auf einen vorgestellten möglichen großen Wurf, bleibe vielmehr in der Gegenwart und versuche, der Möglichkeiten des Augenblicks gewahr zu sein. Frage dich die simple Frage: Was - innerhalb all diesen schöpferischen Geschehens - gibt es für mich zu tun? Welche Arbeit gilt es zu verrichten, welches Problem harrt einer Lösung? Gibt es etwas, das meiner Aufmerksamkeit entgeht und zum gegenwärtigen Zeitpunkt getan werden könnte? Versuche ganz im Konkreten zu bleiben!

Gehe umher und schaue! Betrachte die Gräser um dich, die Büsche, Bäume, Blumen, den Himmel und die Wolken, horche auf das Rascheln der Blätter, die Laute der Vögel, das Summen der Insekten, das Knacken der Hölzer ... Nimm alle diese Eindrücke, die Fülle der Formen, Farben und Geräusche, in dich auf, und frage, wo du dich in diesem Geschehen findest, wie dein Tun sich als Teil des allgemeinen schöpferischen Werdens äußern könnte.

Spüre die Antwort noch bevor du sie in Worte fasst. Entledige dich deiner Gedanken, werde ganz still, und achte auf alles, was sich deinen Sinnen im gegenwärtigen Moment präsentiert. Und dann rufe den Himmel, die Erde und alle Mächte des Raumes, auf dass dein vages Spüren mit Worten ergänzt werden möge. Aus allen Richtungen werden die Worte dir zufliegen. Füge die Worte zu Sätzen, die dir sinnvoll und hilfreich erscheinen, und erinnere dich in den nächsten Wochen an diese. Sie sind deine Brücken zur Kraft und stellen konkrete Anregungen und Inspirationen dar, dein Tun in den Einklang mit der Natur zu bringen und zu befördern.

Als Wesen zwischen Himmel und Erde sind wir immer Teil der Natur. Im Nordosten werden wir daran erinnert. Die Kräfte der Verwirklichung sprechen uns zu allen Zeiten an und teilen sich uns mit. Doch obliegt es unserer Entscheidung, dies wahrzunehmen, aufmerksam zu sein, zu schauen und zu hören, uns den Kraftlinien der Wirklichkeit zu öffnen und unsere Beziehungen mit den Wesen des All zu erkennen. Entscheiden wir uns, dies zu tun, werden wir immer Wege finden, das wesenhafte Wirken der Natur auch in unserem Werk zum Ausdruck zu bringen.

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