Schule des Rades

Feste im Jahreskreis

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit

Nord-West Fest 1988 · Neptunjahr · Venusdezennium

Sonntag, 07. August 1988, 09:20 MEZ

Was bedeutet das Fest der Freunde Gottes im Neptunjahr 1988?

Viele Weichen gilt es zu stellen, auf dass alle Initiativen einander begegnen und zusammen wirken können. Wie ist deine Arbeit zusammen mit anderen? Niemand der guten Willens ist, darf ausgelassen werden. Das Stellen der Weichen verlangt Behutsamkeit und Takt. Der Weg ist für alle gleich in schräger Richtung nach oben. Doch die meisten erleben nur die Fahrt, sie wissen nichts über das Stellen der Weichen.

Wer Weichen stellt, muss die Gesamtheit der Fahrt im Auge behalten. Die Vision liegt hinter einem Nebelschleier. Während der Anrufung wird sich dieser lichten; jeder erkennt sich als sein Fahrzeug und weiß wie er mit anderen zusammenkommt. Die Gesellschaft entsteht durch die Weichen, die an entscheidender Stelle eine Richtungsänderung bringen – manchmal mehr nach rechts, manchmal nach links. Wer steht, kann nicht mit. Darum muss man die eigene Bewegung spüren. Für den einen oder anderen mag es notwendig sein, das Fahrzeug erst einmal mit Kraft anzuschieben, bis es geht, und man kann ihm dabei helfen. Ein anderer hat vielleicht die Führung verloren und Angst, weiß nicht, dass die Gleise ja gegeben sind, und nichts passieren kann, wenn die Weichen richtig sind.

Jeder von euch hat sein Fahrzeug und kommt während des Festes auf die Weiche. Achtet darauf, wohin sich die Richtung verändert. Das gilt für Körper, Seele und Geist. Früher nannte man das Erlebnis Wiedergeburt aus dem Körper in den Geist; jetzt ist es Erkenntnis des Festen der Weiche und der Richtung des Fahrzeugs. Alle Seelen fahren zusammen, doch die Weichen zeigen das Netzwerk der Zukunft. Jeder ist bestimmte Kreuzung, muss sich für die Richtung entscheiden, die bergauf geht; nur dann ist er ein Freund. Wer aufs Abstellgleis kommt, leidet nicht, er ist nur in diesem heiligen Spiel nicht beteiligt.

Worauf können wir achten bei der Gestaltung des Festes?
Der Anfang ist gemeinsames Suchen nach dem Punkt der Weiche. Erlebt zuerst einmal eure Senkrechte. Dann stellt euch den Nachthimmel vor. Die Weiche ist eure Macht, sie hat ihr Gegenbild in einem Stern. Lasst den Stern in eurem inneren Auge auftreten. Dann hört ihr das Summen der Helfer, die alle eurem Fahrzeug und eurer Weiche dienen. Ich bin die Weiche dieses Sterns, durch mich geht nur eine Richtung, auf der ich fahre, und damit überwinde ich die Fäulnis und den Tod. Diesen Stern aus der Erinnerung oder Offenbarung gilt es während der ganzen Zeit golden in sich zu wahren. Die Gleise sind silbern, eine Gabel, die ich gewählt habe. Der Stern ist über mir im Himmel, die Weiche auf der Erde. Die Fahrt geht in die Richtung, die ich wähle; ich bin also der vierte. Durch diese Wahl geschieht die Zustimmung der Engel und der Götter. Die Führung wird sich in den nächsten Wochen in Ereignissen, Begebnissen und Träumen klären. Wählt ein Wort für eure Weichen und Stern, das ihr selbst aus vier Buchstaben schafft: 1 Gleis, 2 Weiche, 3 Stern und 4 der Wille, der mich als Fünftes, und den Zusammenhang des Fahrzeugs trägt. Nur Fahrzeuge sind Freunde Gottes, nicht mehr Tiere, wie in früheren Zeiten. Die Elementargeister selbst stehen euch bei, ihr hört es aus ihrem Brausen.

Ist es richtig, wenn wir am Abend vorher feiern und tanzen?
Natürlich, wie am Polterabend. Doch das Fest hat keinen Vorabend, nur ihr selbst müsst alle Sorgen fallen lassen. So wie euer Auto euch dient, so dient ihr an diesem Morgen der mineralischen Welt. Und das ist ein Entschluss, den man nicht vorbereiten kann, denn das Erlebnis ist zu gewaltig. Kaum ein Bewusstsein reicht bis in die elementare Wirklichkeit, aus der allein der Engel zugänglich wird. Nur das Ewige bleibt, kann sich der ewigen Brunst öffnen.

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