Schule des Rades

Hermann Keyserling

Das Ehe-Buch

Von der richtigen Gattenwahl

Erbveranlagung

Alles Gesagte läßt sich, soweit es Grundsätzliches angeht, unmittelbar auf das Problem der richtigen Gattenwahl hinsichtlich der Nachkommenschaft übertragen. Nur kann in diesem Falle mehr und Präziseres gesagt werden. Eben das, was in der Seelenverbindung das Bessere oder Schlechtere schafft, schafft Entsprechendes in der Verknüpfung der Erbeinheiten, der Gene.1 Wir wissen heute, daß die Naturelemente des Lebens unveränderlich sind, und daß es Vererbung erworbener Eigenschaften, wenn überhaupt, nur in beschränktem Maße gibt, und dann in einem anderen Sinn als dies gewöhnlich angenommen wird. Wir wissen ferner, seit Gregor Mendel und dessen Nachfolgern, daß die Erbeinheiten ganz bestimmte Einzeleigenschaften betreffen, die sich mosaikartig bei jeder Kreuzung neu zusammenfügen, aber nie eigentlich mischen. Wir wissen andererseits, daß der geistig-seelische Charakter eines Menschen, also der Sinneszusammenhang, der sich vermittels des Gen-Alphabetes manifestiert, soweit er nicht angeboren ist, von den frühesten Kindheitseindrücken abhängt, so daß es auf die Art der Kinderstube viel mehr ankommt, als exklusivste Zeiten jemals annahmen. Was ein Mensch über seine Erbveranlagung hinaus wird, wird grundsätzlich vor seinem siebenten Jahr in ihn hineingesät. Daraus ergibt sich als letzte menschliche Fortpflanzungseinheit nicht das Blut allein, wie beim Tier, sondern die Synthese von Blut und Tradition. Wäre es anders, so wäre keine Kultur jemals verstorben, denn biologisch ist das Menschenmaterial seit Adam in seinen Elementen unverändert geblieben. Dann wären die Fellachen noch Pharaonen, die Araber noch Sarazenen, die Deutschen von heute noch die unseres großen Mittelalters. Über die Bedeutung der Tradition braucht in diesem Zusammenhang nicht mehr gesagt zu werden; die Sachlage ist evident. Familientypen sind kaum weniger Geist- wie Blutbedingt.2

Als geistig-seelisches Wesen beginnt jeder genau so notwendig von der Basis des Anerzogenen und Erlernten sein selbständiges Leben, wie er als Physiologisches vom Bluterbe ausgeht. Desto schärfer und nachdrücklicher muß ausgesprochen werden, welche Gebote bei der Eheschließung sich als Konsequenzen unseres modernen Wissens um die Vererbungsgesetze ergeben. Wie Kinder bestimmter Eltern geraten werden, ist deshalb nie vorauszusehen, weil sie nicht die Eltern als solche fortsetzen, sondern das jeweils übertragbare Erbe aller fraglichen Vorfahren auf einmal, von welchem einiges hervortritt und anderes nicht, so daß ein Vorfahr, der vor vielen Jahrhunderten lebte, auf einmal schier reinblütig neu herausmendeln kann. Aber da es andererseits gewiß ist, daß nur Vorhandenes weiterlebt, und daß die Elemente der Anlagen nie neu entstehen (was als typenbildende Neuschöpfung erscheint, ist die Fixierung einer neuen Kombination der alten Elemente); da es endlich sehr wohl ein voraussehbares Entarten gibt, so läßt sich das Allgemeine aus Kenntnis des Stammbaums trotz aller Komplikation mit hoher Wahrscheinlichkeit vorauswissen. Es läßt sich im allgemeinen voraussagen, ob die Nachkommen gut oder schlecht geraten werden. Wissen nun verpflichtet. Bei der modernen Bewußtheit muß es direkt als verbrecherisch gelten, Kinder in die Welt zu setzen, die aller Voraussicht nach verderben müssen. Ehen zu verbieten, welche die Gatten beglücken, nur weil, bezüglich der Kinder keine günstige Prognose möglich ist, wäre freilich widersinnig, da nicht allein das Künftige, sondern auch das Gegenwärtige zählt. Dagegen sollte, wo Gefahr für die Nachkommenschaft droht, birth control geboten sein, und wo deren Übung nicht gewährleistet erscheint, Sterilisierung unerwünschter Eltern von Staats wegen vorgenommen werden.3 Man mag dies grausam finden: solange Kriege als möglich gelten, ist gegen diese Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Einzelnen zum Besten der Gesamtheit überhaupt nichts einzuwenden. Und heute ist ein sozial-chirurgischer Eingriff solcher Art, soweit ich sehen kann, überhaupt nicht zu umgehen, wenn es mit der Menschheit besser werden soll. Nachdem aus Humanitätsgründen seit einem Jahrhundert alles dafür geschah, das Minderwertige zu erhalten, bedeutet eine insofern antihumanitäre Periode — wie sie ja schon im Entstehen ist — eine Periode furchtlosesten Denkens und radikalsten Tuns, die einzige Rettung. Deswegen sollte die Ahnenprobe zu einer allgemeinen Forderung werden, so streng gehandhabt wie nur je in einem fürstlichen Geschlecht, nur eben in einem neuen Sinn. In erster Linie in dem der Gesundheit; der Fortpflanzung irgendwie schlechten Blutes muß ein für alle Mal solange vorgebeugt werden, bis daß das heute lebende ausgemerzt ist. Dann aber im Sinne nicht allein der Niveauerhaltung eines bestimmten Standes, sondern der Niveauerhöhung aller Stände ohne Ausnahme. Es sollte nur mehr Edelrassen geben, gleichviel in welcher Lebensstellung. Dieses Ziel erscheint durchaus erreichbar, denn unter wilden Tieren gibt es fast nur Edelrassen, unter Haustieren werden immer mehr nur solche gezüchtet, und es gibt keinen Typus, der nicht einen Höchstausdruck finden könnte, insofern sein Positives über seinem Negativen absolut vorwöge. Und damit gelangen wir denn wiederum zur Forderung der Ebenbürtigkeit als der Mindestbedingung jeder Eheschließung für den Mann.4

Warum haben so wenige große Männer gleichwertige Kinder hinterlassen? Weil sie fast niemals ebenbürtig heirateten. Taten sie dies, wie in Europa die alten Herrschergeschlechter, aber im Osten auch die Dichter, Künstler und Philosophen, dann erhielt sich auch zwar nicht die außerordentliche Begabung — die kann sich nicht dauernd erhalten, weil sie einen Spannungszustand zur physiologischen Grundlage hat, welchen Natur als Dauerzustand nicht verträgt — wohl aber das Eine, was für den Kulturzustand der Allgemeinheit nottut, das Überlegenheitsniveau. So kommt denn heute alles darauf an, daß die Ebenbürtigkeitsforderung zu einer allgemeingültigen werde, und zwar in ihrem eigentlichen Verstande, dem gleich hohen Niveaus. Man vergißt häufig, daß jedes Jahrzehnt die Menschheit älter macht. Was noch vor hundert Jahren nicht schadete, wirkt heute mitunter katastrophal. In vielen Ländern Europas haben die Gebildeten bald seit Jahrhunderten nur im Kreise ihrer Berufsgenossen gefreit, so die Pastoren, Juristen, Offiziere. Demzufolge sind sie als Typen so vereinseitigt und entsprechend lebensschwach geworden — denn nur wo innere Gegensätzlichkeit Spannung unterhält, kann leben blühen —, daß gerade die Niveauforderung zunächst ein direktes Einschmelzen aller Fixierungen der letzten Jahrhunderte verlangt. Insofern bedeutet die Verarmung der Oberschichten und die Notwendigkeit für die meisten, sich auf neuen Bahnen zu versuchen, die zu entsprechenden neuen Blutmischungen führen, ein rassiales Glück. Aber die Dinge liegen trotzdem furchtbar ernst. Denn unzweifelhaft haben sich die Menschenrassen überhaupt im Lauf der Geschichte nicht verbessert, sondern verschlechtert. Überall sind die geistig und moralisch begabtesten Schichten unaufhaltsam — weil sie sich mehr Gefahren aussetzten oder sich sonst verbrauchten — ausgestorben, von der Selbstvernichtung der altgriechischen Kulturschichten im Städtekrieg bis zur Zermürbung der Begabten unserer Zeit im technischen Betriebe — oder aber sie sind erstarrt; der Kastengeist berät den Rasseninstinkt auf die Dauer schlecht. Dazu kommt, daß sich in alten Zeiten vor allem die Herrenschichten, zumal die Könige, fortpflanzten, so daß oft ganze Stämme von wenigen Helden abstammten, während die Unterschichten sich infolge allzu ungünstiger Lebensbedingungen kaum vermehrten.5

Heute gilt das genaue Gegenteil. Die ungeheure Volksvermehrung in Deutschland z. B. im Lauf der letzten 100 Jahre hat hauptsächlich geringwertiges Blut vervielfältigt, so sehr, daß es den Deutschen alter großer Zeiten seltener schon gibt, als den Indianer in Nordamerika. Weiter ist festgestellt worden, daß die Demokratie, welche den Unterschichten hinaufhelfen sollte, diese in Wahrheit an Begabung sterilisiert, so daß für England der Nachweis gelungen ist, daß vom 13. bis 20. Jahrhundert nicht fortschreitend mehr, sondern fortschreitend weniger Begabte aus dem Volke aufstiegen.6 Gelangten solche einmal hinauf, so war ihr Bluterbe eben dauernd den Stammesschichten entzogen. Den Oberschichten kam dies indes für die Dauer kaum zugute, weil die Nachkommenschaft begabter Emporkömmlinge die neuen Lebensbedingungen nur ausnahmsweise vertrug. Es ist nämlich von Flügge ein weiteres höchst Interessantes festgestellt worden, daß eine Rasse gegen Kultur genau so immunisiert werden muß, wie gegen Krankheit, um sie zu vertragen. Nicht je jünger, sondern je älter ein Geschlecht, bei erhaltener Lebenskraft, desto eher verträgt es bessere Lebensumstände.7 Deshalb erscheinen die Herrschergeschlechter, weil sie am längsten unter extrem günstigen Lebensumständen leben, von den Privilegierten am wenigsten geschwächt und scheint die Schwächung zu wachsen proportional der Jugend erhöhter Lebensstellung. Unter diesen furchtbar ernsten Umständen kann tatsächlich nur rigorose Zuchtwahl die Menschheit vor nie wieder gutzumachender Wertverminderung retten. Heute muß es geradezu als religiöse Pflicht anerkannt werden — und der überall erwachende völkische Gedanke zielt ja schon dahin — die Qualität des Blutes, wo immer möglich, zu steigern. Und bald wird es gewißlich wieder dahin kommen, daß besseres Blut sinngemäß privilegiert wird. Es ist nicht anders: wir erleben heute die Paradoxie, daß nach den langen Jahrhunderten der Demokratisierung — sie begann, nach Tocqueville, in den vorgeschrittenen Ländern schon im 14. Jahrhundert — eine Periode extremen Aristokratismus anhebt. Genau wie in Lebensversicherungsgesellschaften proportional dem Alter nicht mit kürzerer, sondern mit längerer Lebensdauer gerechnet wird, so wird in den kommenden Jahrhunderten das alte, gegen Kultur immunisierte Blut immer mehr das Übergewicht erlangen, gewiß nicht quantitativ, desto mehr aber qualitativ. Insofern kommt alles darauf an, daß sich gerade die alten Geschlechter durch Verjüngung neue Lebenskraft zuführen. Denn die ganz jungen werden sich den wachsenden Ansprüchen des modernen Lebens immer weniger gewachsen erweisen. Die Unterschiede unter den Menschen werden insofern nicht ab-, sondern zunehmen. Und hierzu tritt ein weiteres: Albert Reibmayr hat wahrscheinlich gemacht,8 daß Kultivierung barbarischer Völker in historischer Zeit nie ohne Einimpfung von Kulturblut gelungen ist. Jedenfalls läßt sich an der europäischen Geschichte genau erweisen, daß der kulturelle Aufstieg desto früher erfolgte, je mehr altes Kulturblut zur Verfügung stand, und desto später, je geringer dessen Prozentsatz; eben deshalb begann die kulturelle Wiedergeburt Europas nach den Stürmen der Völkerwanderung in Italien und Frankreich und griff in Deutschland erst langsam vom Süden auf den Norden über. Im gleichen Verhältnis zur Durchsetzung mit Kulturblut scheinen Völker Talente und Genies hervorzubringen. Das erforderliche Kulturferment steht nun aber faktisch überall zur Verfügung, weil es für die Dauer durch die weiblichen Linien, und nicht durch die männlichen, verpflanzt wird. Diese leben nie lang; das Männliche ist das wesentlich Sterbliche, und je höher die erreichte Geistesentwicklung, desto schwerer erhält sich das biologische Gleichgewicht, denn dieses wird, wie schon gesagt, durch die Geistesspannung gestört. Das Weibliche indessen ist grundsätzlich unzerstörbar. So hängt denn alles Fortleben von Begabung wie Kultur mit dem Einen zusammen, daß durch alle Barbareninvasionen hindurch die Trägerinnen von Kulturerbmasse im großen Ganzen leben blieben und so dieses Erbe den Jüngeren übermitteln konnten. Auf die Dauer aber erweist sich — auch dies hat Reibmayr so wahrscheinlich gemacht, daß ich persönlich an die Richtigkeit seiner Behauptung glaube — Kulturblut dem Rohen gegenüber als das stärkere. Die Inkubationszeit mag lange währen. Irgendeinmal bricht das Wertvollere neu hervor. Nun, wenn dem also ist, wenn die Menschenrassen gegenüber früheren Zeiten in unerhörtem Maße geschwächt oder verringert erscheinen, zumal seit der geradezu teuflisch negativen Zuchtwahl des Weltkriegs, dann kommt allerdings alles darauf an, das noch vorhandene Erbe voll auszunützen und weise zu vermehren. Deswegen schlägt heute auf Erden die historische Stunde der Eugenik.

Sie schlug in der Neuen Welt zuerst, weil die Entwicklung übersee demokratisch und nicht aristokratisch angehoben hatte, und dort dem Rassegedanken deshalb, der mit nichts historisch Überwundenem belastet war, wenig innere Hemmungen entgegenstanden. Nachdem die Vererbungsstatistik erwiesen hatte, mit wie tödlicher Sicherheit schlechte Anlage sich durch die Generationen überträgt9 und wie absolut alle, nicht nur geistige, sondern auch moralische Begabung an das Bluterbe gebunden ist; nachdem das Begabungsexamen, welchem alle in Amerika zum Weltkriege Einberufenen unterworfen wurden, gezeigt hatte, wie absolut unersetzlich gute Rasse ist, und wie erschreckend selten sie vorkommt — das Examen bewies, daß beinahe 80% der Amerikaner dem Begabungsniveau von höchstens 12jährigen Kindern angehören, und daß die wenigen Prozent Hochbegabter mit verschwindend geringen Ausnahmen den höchststehenden Rasseneinheiten angehören10 — sind die Einwanderungsgesetze drüben mit vollendeter Instinktsicherheit auf die Besserung des Bluterbes eingestellt worden. Aber entsprechendes tut überall not, erst recht im verarmten und durch den Krieg seiner besten Vertreter beraubten Europa. Unser bestes Bluterbe ist ohnehin unwiederbringlich vertan. Solch große Geschlechter wie noch vor einem Jahrhundert gibt es in Europa nirgends mehr. Es gibt auch keine unverbrauchten Völker von großer Zukunft mehr, mit der einzigen Ausnahme des russischen. Also kommt, noch einmal, alles, schlechthin alles auf richtige Verwaltung des noch vorhandenen Vermögens an.

Hiermit gelangen wir denn zur Instinkt- und Niveaufrage zurück. Der intellektualisierte Mensch wird seine primäre Instinktsicherheit nie zurückerlangen. Seine Aufgabe ist, sie durch schöpferische Erkenntnis zu ersetzen. Er hat sein Geist- und Seelenwesen aus bewußter Einsicht heraus auf höherem Niveau zum gleichen Wirklichkeitsbewußtsein zu bringen, das der Primitive auf niederem besitzt.11 Hier liegt denn die wichtigste Aufgabe der allernächsten Zukunft in Sachen der richtigen Gattenwahl hinsichtlich der Nachkommenschaft. Sie ist die wichtigste Aufgabe der allernächsten Zukunft in Sachen der richtigen Gattenwahl hinsichtlich der Nachkommenschaft. Sie ist die wichtigste gerade vom Standpunkt der Geistes- und Seelenentwicklung. Auch das geistig-seelische Niveau und damit die Lösungsmöglichkeit geistig-seelischer Probleme hängt in hohem Grade von der Anlage ab. Rudolf Kassner hat einmal gesagt, Adel sei Ökonomie an Erfahrung. Das Alter eines Kulturerbes bedingt allerdings, bei erhaltener Lebenskraft, einen unbedingten Vorsprung. Höhere Probleme können nur dort unmittelbar gelöst werden, wo subalterne und vorläufige erledigt erscheinen, und diese Erledigung besteht ihrerseits darin, daß Automatismen ihre Lösung dem Bewußtsein vorwegnehmen, dessen Kräfte nun Höherem vorbehalten werden. Daß dem tatsächlich so ist, und daß die Urväterzeit, die an das Blut und an die angeborene Stellung glaubte, gegenüber der Moderne im Recht war, hat das experimentum crucis des letzten Jahrhunderts apodiktisch bewiesen. Das demokratische Zeitalter erhofft durch Besserung der Einrichtungen allein alle Vorzüge des Blutes wettzumachen. Dies ist ihm nicht gelungen, wird ihm nie gelingen. Wir sind nun einmal Wesen von Fleisch und Blut. Fleisch stammt nur von Fleisch, Blut nur von Blut ab. Des Blutes Schicksal ist zugleich das Schicksal des Geists, denn nur durch Blut hindurch kann sich dieser auf Erden manifestieren. Daher denn die ungeheure Verantwortung der Elternschaft. Mütter haben schon recht, wenn sie in wohlgeratenen Kindern ein mindestens ebenso Geistig-Bedeutsames sehen wie in der erhabensten Kunstwerken.

1Das beste mir bekannte Buch über Vererbungsfragen und Rassenhygiene ist der zweibändige Grundriß der menschlichen Erblichkeitslehre und Rassenhygiene von Baur, Fischer und Lenz, München, I. F. Lehmanns Verlag. Auf den verweise ich bezüglich aller Voraussetzungen des im folgenden zu sagenden ein für allemal. Spezieller orientieren über Eugenik G. Schreiber Eugenique et mariage und Eugenique et selection, Paris 1922 und die englischen Zeitschriften The Eugenies Review und Biometrika. An populären Schriften empfehle ich besonders die des Jesuitenpaters Prof. Hermann Muckermann, Freiburg i. B., Herdersche Buchhandlung, die auf das Verständnis von jedermann zugeschnitten und überaus wohlfeil sind.
2Näher ausgeführt steht dieser Gedanke im Dschaipur-Kapitel meines Reisetagebuchs.
3In Amerika geschieht dies vielfach schon. Vgl. The legislative- and administrative aspects of sterilization. Eugenies Record Office Bulletin, 10 B 1914. Auch Günthers Kleine Rassenkunde S. 193.
4Näher ausgeführt steht dieser Gedanke in etwas anderer Richtung im Aufsatz Zur Überwindung des Bösen durch Gutes im 5. Heft meines Wegs zur Vollendung, Darmstadt, Otto Reichl-Verlag.
5Vgl. hierzu F. C. S. Schiller. The rase for Eugenies in The Dalhousie Review.
6Vgl. hierzu besonders die höchst lehrreichen Schriften Lothrop Stoddards, zumal sein Revolt against civilization, New-York, Charles Scribner Sons, und The rising tide of colour against white world supremacy. Wie sehr sich die europäischen Rassen im allgemeinen im Laufe der Jahrhunderte verschlechtert haben, davon gibt auch Grants The passing of the great rate, 4. Auflage, New York 1923, und Günthers Kleine Rassenkunde Europas, München. I. F. Lehmanns Verlag, ein erschreckendes Bild. Letzteres Buch, das nur 6 Mark kostet, sollte jeder Deutsche lesen.
7Vgl. Ludwig Flügge, Die rassenbiologische Bedeutung des sozialen Aufsteigens und das Problem der immunisierten Familien, Göttingen 1920, Vandenhoeck & Ruprecht.
8Vgl. seine Entwickelungsgeschichte des Talentes und Genies, München, I. F. Lehmanns-Verlag.
9Vgl. den genau untersuchten Fall der Ada Juke, über den Günther in seiner Kleinen Rassen-Kunde S. 191 Genaueres mitteilt. Von den über 2000 Nachkommen dieser minderwertigen Frau hat sich ein ungeheurer Prozentsatz als rettungslos minderwertig erwiesen.
10Vgl. R. M. Yerkes, Psychological Examining in the U. S. Army, Washington 1921. Über die Resultate referiert Lothrop Stoddard am besten.
11Inwiefern das möglich ist, zeigt das Kapitel; Was uns nottut, meiner Schöpferischen Erkenntnis.
Hermann Keyserling
Das Ehe-Buch · 1925
Eine neue Sinngebung im Zusammenklang der Stimmen führender Zeitgenossen
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