Schule des Rades

Feste im Jahreskreis

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit

Nord-Ost Fest 2006 · Mondjahr · Monddezennium

Freitag, 5. Mai 2006 · 17:30 MEZ/S

Der Nord Ost-Punkt des Rades ist der Ort der Kreativität und Verwirklichung. Die Welt wird in jedem Augenblick wirklich und wir mit unserer Anlage tragen bei zu diesem Prozess der Aktualisierung aus den unendlich vielen Möglichkeiten.

Die Erde ist fordernd, sie fordert unseren Beitrag. In der Wassermannzeit ist der Mensch Freund Gottes, er steht als Subjekt dem göttlichen Subjekt gegenüber, darum sind nicht Glaube und Hingabe gefordert, sondern die Bewusstmachung des eigenen Auftrags und die Mitarbeit am Werk der Erde.

Die Kreativität entstammt nicht uns selbst, sie entspringt dem dunklen Quellgrund hinter der Wirklichkeit, in dem die Dinge, ungeformt, noch nicht und doch schon, existieren und gleichsam auf den Augenblick warten, in dem der lebendige Atem sie in die Wirklichkeit hebt.

Wir stellen uns einen Brunnen vor, unter dessen Wasseroberfläche wir wie gespiegelt eine Fülle von Wolken ziehen sehen. Indem wir uns still und leer machen, tauchen wir durch die ziehenden Wolken ein in den Brunnen und versuchen zu sehen, was es sein könnte, das den Zugang zu unserer Kreativität und unseren möglichen Beitrag zum Werk der Erde darstellt. Diese Vision verbinden wir mit unserem Atem und holen sie damit in unsere Wirklichkeit herauf.

Nur in der Rückbindung an den Ursprung wirkt unser Tun im Zusammenhang. Wir haben neun mögliche Impulse der Verwirklichung, deren Zusammenspiel den Reichtum unserer Anlage ausmacht. Die Impulse wechseln, mal tritt einer in den Vordergrund, mal ein anderer. In ihrer Gesamtheit sind sie unsere Helfer und Inspiratoren, diejenigen, die unser Tun auf das Mehrwerden und die Verschönerung der Erde abstimmen. Wenn wir sie wie den Wind ansehen, dem wir uns anvertrauen und von dem wir uns tragen lassen können, wird unser Tun leicht, mühelos und ohne Anstrengung sein, wie das Wachstum der Vegetation, wie die Entfaltung der Blüten im Frühling. Anstrengung entsteht dann, wenn wir die Inspiration uns zurechnen, wenn wir vergessen, dass jede Form dem Ungeformten entstammt und wir uns mit schon Gewordenem identifizieren oder glauben, selbst der schöpferische Impuls zu sein.

Die Erde atmet, ihr Atem kommt und geht. Sein Strömen und Verströmen ist lebendiger Geist. In uns Menschen wirkt er als Rückbindung an den dunklen Schoß des Ungeformten und als Verbindung mit dem sich fortwährend entfaltenden Ganzen, er ist die Kommunikation mit allen Mitwesen und gleichzeitig auch Träger der neun schöpferischen Impulse, durch die die Erde uns auffordert, mitzuarbeiten und teilzuhaben an ihrer Schönheit und der Entfaltung der neuen Zeit.

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