Schule des Rades

Feste im Jahreskreis

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit

Süd Fest 2010 · Saturnjahr · Monddezennium

Mittwoch, 22. Dezember 2010 · 00:38 MEZ

Das Fest des Südens im Jahr des Saturn ist das Fest des Vertrauen ins Wesen, das sich durch deinen Weg und durch deine Arbeit am Werk formt und durch das du teilhast an der Gemeinschaft der werdenden Zeit.

Die Wiederkehr des Lichts stellt den Zeitpunkt im Jahr dar, an dem sich dein Weg und deine Aufgabe erneuern. Diese nähren sich aus deiner Verbindung mit den schöpferischen Impulsen der Erde, aus den ihrem Dunkel und ihrer Weite entsteigenden Motiven, die darauf warten, aufgegriffen, ausgedrückt und und transformiert zu werden, gleichzeitig bereichernd für dein eigenes Leben, für das der Mitmenschen und schließlich für die gesamte Wirklichkeit der Erde selbst als Urgrund allen Lebens.

Vertraust du dich dem Dunkel der Erde an, in Nichtwissen und Hingabe, dann klärt sich dein Weg, und du kannst tun. In deinem inneren Dunkel bist du verbunden mit dem Dunkel der Erde – gerade dann, wenn du in Unschuld vertraust und nicht vorgibst, zu wissen, wird dieses zum Ursprung des Lichts und der Entfaltung des Wesens. Dein Wesen ist auf eine Weise mit dem Ganzen verbunden, die all deine Vorstellungen übersteigt. Darum lass für einen Moment all deine Wünsche und Vorstellungen zum Stillstand kommen, damit sich, in der inneren Offenheit und Leere, dein Wesen als Lichtkeim offenbaren kann.

Schau in deiner Vorstellung auf die nächtliche Scheibe des Mondes, lass deinen Blick dann über den Horizont schweifen und richte ihn schließlich nach innen und unten. Denke an die Mitte der Erde und frage sie nach einer Vision, die für dein sich in der Wiederkehr artikulierendes Wesen steht. Fasse diese Vision in Worte, und versuche dann zu verstehen, welche Zahl dem Bild zugrundeliegt. Dein Wesen ist nicht nur auf dem sich entfaltenden Licht beruhende Vision, es ist auch Zahl. In dieser drückt sich aus, auf welche Art der in der Vision sich artikulierende Impuls umgesetzt und für die Gemeinschaft nützlich gemacht werden kann, heilend oder gestaltend, forschend oder sorgend, unternehmend oder ausgleichend, kämpfend, verantwortend oder entwerfend.

Du bist Nichts wie auch Etwas. Dein Nichts stellt den Zugang zu den Impulsen der Erde dar, zu ihren Motiven, die zusammen mit den Intentionen des Himmels dir helfen, deinen Weg und dein Tun auf den Sinn des großen Ganzen auszurichten. Dein Etwas ist das Wesen, das sowohl strahlt, wie die durch ihre Wiederkehr das Leben stets erneuernde Sonne, als auch das Strahlen der Welt zu wecken vermag, solcherart aller wesentlichen Beziehung und wahren Gemeinschaft zugrundeliegend.

Heute zum Fest des Vertrauens ins Wesen erlebst du dieses dreifältig, als Licht, als Vision und als Zahl, als Ausdruck deiner Kommunion mit Himmel und Erde wie auch des Sinns, den du und alle Menschen guten Willens in unser aller Gemeinschaft auf der Erde zu verwirklichen suchen.

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