Schule des Rades

Feste im Jahreskreis

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit

Nord-Ost Fest 2011 · Plutojahr · Monddezennium

Donnerstag, 5. Mai 2011 · 22:23 MEZ/S

Das Fest des Nord-Ostens im Jahr des Pluto ist das Fest eines neuen Entwurfs der Verwirklichung. Die Neue Zeit ist die Zeit des mündigen Menschen, dessen, der sein Leben als Schritt für Schritt sich vollziehendes Werk versteht. Die Arbeit am Werk bedeutet für dich als Individuum das Finden der Art und Weise, wie du in dir der Begegnung zwischen Himmel und Erde Gestalt verleihst, im Kollektiven steht sie für deinen Beitrag zur Neuen Zeit und der sich entwickelnden neuen Form menschlicher Gemeinschaft.

Die Impulse des Nord-Ostens unterstützen die Verwirklichung deines Werks. In welcher Form sich dieses äußert, in elaborierter Schönheit oder Schlichtheit, ist unerheblich. Jede artikulierte Form besitzt Gültigkeit, die auf der Inspiration des Schöpferischen beruht, dessen Born dir durch deine Offenheit, Verantwortung und Entscheidung zugänglich wird.

Dies ist das Neue an unserer Zeit. Wir leben nicht mehr in einem geistigen Gefüge, in dem der Weg zum Heil in der Nachfolge vorgegeben ist. Die geistigen Vorbilder der Vergangenheit mögen immer noch einleuchtend sein, ihre Bedeutung hat sich jedoch geändert, sind sie doch nicht mehr Aufforderung zur Nachfolge, sondern Hinweise auf mögliche Wege und das einem jeden zugängliche Potential wahren Menschseins.

In unserer Zeit ist die Verantwortung entscheidend, die Verantwortung dafür, den eigenen individuellen Weg zu finden, in dem die Motive der Erde als der uns allen gemeinsamen Lebenswirklichkeit mit den der Offenheit und Weite des Geistes entstammenden Bildern des Himmels verbunden werden. Durch diesen deinen Weg, dessen Möglichkeiten einen Teil des evolvierenden Großen Geistes darstellen, trägst du bei zur Vermehrung der Schönheit der Erde und zur werdenden Gemeinschaft der Menschen.

Der Sinn steht nicht mehr in der heiligen Überlieferung geschrieben. Er entsteht von Moment zu Moment, aus den Entscheidungen des Augenblicks, aus dem Nicht-Wissen, aus dem Wagen und Wollen, aus dem Lassen von Identifikationen und durch die Einbeziehung des werdenden Subjekts der Zeit. Das werdende Subjekt der Zeit ist das Urbild der Menschheit als Mensch im All. In diesem findet wahre Integration statt, durch die der Mut gefunden wird zur eigenen Form und zum eigenen Weg, der einschließt und nicht ausgrenzt, der fördernd wirkt und nicht hemmt.

Lass das Bild einer Quelle vor dir entstehen, einer Quelle unter einem Baum, der in voller Blüte steht. Trinke in deiner Vision einen Schluck von dieser Quelle, warte dann auf die sich einstellenden Bilder, und versuche, die deiner Vision entsprechende Zahl zu erkennen. Erinnere dich in den kommenden Wochen an Vision und Zahl, damit du dich solcherart immer wieder an der Achse zwischen Himmel und Erde zu orientieren und deine Beziehung zu den Kräften der Verwirklichung zu erneuern vermagst.

Es gibt keinen Grund, scheu zu sein. Der Urgrund der schöpferischen Impulse ist unendlich, durch die Entscheidung, sich diesem Urgrund zu überlassen, wird der Strom dieser Impulse zum Fließen gebracht, gleich dem stetig fließenden Wasser einer Quelle. Dein Leben ist Verwirklichung deines Wesens im Werk. Den Zugang zur Kreativität des Nord-Ostens zu finden, bedeutet zu verstehen, dass dieses sich entwickelnde Wesen identisch ist mit dem sich entfaltenden großen Subjekt der Neuen Zeit, dem Urbild des Menschen im All. Das Tun des Alltags, die Schritt für Schritt sich vollziehenden Entscheidungen und Handlungen des alltäglichen Lebens sind, wenn sie eingestimmt sind auf die Achse zwischen Himmel und Erde, dann auch Schritte der Verwirklichung und des Zusammenfalls des werdenden Wesen mit dem Subjekt der werdenden Zeit.

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