Schule des Rades

Feste im Jahreskreis

Der heilige Raum · Spirale der kreativen Zeit

Süd-Ost Fest 1992 · Sonnenjahr · Uranusdezennium

Dienstag, 04. Februar 1992, 14:48 MEZ

Wie können wir das Südost-Fest im Sonnenjahr 1992 feiern und uns darauf vorbereiten?

Bedenke alles was dich je bekümmerte. Dann lass es schwinden wie ein Blatt, das einen Bach hinunterschwimmt. Nun öffne dich dem Neuen. Die kommenden zehn Jahre sind unerhört: Die Weisheit wird selbstverständlich. Eine neue Lehre taucht auf im Uranusdezennium, die die früheren abschließt und als ihren Teil einbegreift.

Wer das Glück hat an diesem Fest teilzunehmen, der achte auf sein Wollen und auf seine Stille. Still ist der Augenblick, wenn ihr um den Pfeiler steht und euch freut, dass der neue Willensimpuls jetzt kommt und tragend wird.

Jeder erlebt den Impuls auf seine Weise. Denkt an die frühesten Wünsche, die ihr als Kind hattet, alles vor der Anrufung, und dann versucht zu begreifen, in welcher Weise der Wunsch sich im bisherigen Leben bereits zum Teil verwirklicht hat.

Der Topf hat Henkel. Topf bedeutet, dass jeder von euch ein Aufnahmegefäß des Neuen ist; die Henkel, dass ihr ihn tragen könnt. Jeder suche sich so einen Topf und bringe ihn mit, oder lasse ihn von anderen besorgen.

Dieser Topf wird zum Symbol, dass ihr nicht mehr am Alten haftet, keinem Kummer und keiner Vergangenheit mehr nachhängt, sondern dass ihr versteht, wie der Kindheitswunsch zum Ansatz einer Entwicklung wird. Der Topf kann klein, ja winzig sein. Aber bewahrt ihn nach dem Fest an einem geheiligten Ort auf, und jedesmal, wenn ihr in alte Gewohnheiten oder Leiden verfallt, dann sucht ihr diese wegzugeben, euch von ihnen zu trennen und des Neuen zu harren.

Zuerst stellt neben dem Feuer einen großen Topf auf, wohinein ihr in Worten oder Symbolen all das aufschreibt, was euch bisher belastet. Dies wird noch vor der Anrufung verbrannt. Dann geht ihr hinauf und denkt nur an den Kindheitstraum.

Während der Anrufung spürt ihr den Wunsch in jedem Chakra, und wenn sie beendet ist, dann tut die neue Wunschgestalt im Geist in euren kleinen Topf, für euch erkennbar, allen anderen unsichtbar.

Freude des Tanzes soll dann im Trommeln nach dem Fest eine neue Freundschaft zwischen allen entstehen lassen. Das Alte ist tot, das Neue ist da, es ist ein Schatz, den jeder wahrt. Aber das Ziel des Menschen ist auf der Erde, Lehrer dessen zu werden, was er aufgenommen hat, auch anderen eine Brücke zu schaffen. Viele einzelne Brücken werden dann auf das gemeinsame Ziel geschlagen. Je fremder ein Weg oder ein Ansatz euch scheint, desto mehr wendet euch ihm zu.

Die Entscheidung des Topfes verlangt Mut, aber nicht zuviel. Denn wenn ihr einmal merkt, dass in der Richtung auf eure Entwicklung und derer die euch nahe stehen alles euch richtig zufällt, dann wird die aufsteigende Richtung langsam stärker als alle Trägheit. Der Himmel ist zu ersteigen, nicht zu erstürmen. Jeder neue Schritt verlangt neue Bereitschaft. Aber eines ist sicher: alle die ihn gehen, gehören einer großen Gemeinsamkeit zu, deren Innigkeit euch alles Schwere vergessen lässt, auch wenn ihr manchmal Freunde durch lange Zeit nicht seht. Was bei euch getrennt ist, das ist hier vereint. Und von Zeit zu Zeit kommt ein Licht, ein Funken, ein Einblick, der offenbart, dass ihr den richtigen und sinnvollen Weg von eurem Kindheitstraum aus begonnen habt.

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